20:55 24 Juli 2017
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    Sucharbeiten am Absturzort der Tu-154

    Tu-154-Tragödie: Eine Absturzursache nun endgültig ausgeschlossen

    © Foto: Russian Ministry of Emergency Situations
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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)
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    Die sprengstoff-technische Prüfung der bislang aus dem Schwarzen Meer geborgenen Wrackteile der bei Sotschi verunglückten Tu-154 ist abgeschlossen, wie die russische Zeitung „Kommersant“ schreibt. Spuren eines Terroranschlags wurden nicht entdeckt, diese Version darum ausgeschlossen. Nun werden mögliche Fehler der Crew überprüft werden.

    Demnach hat die militärische Ermittlungskommission, obwohl diese Version nicht als die vorrangige gegolten habe, auch eine sprengstoff-technische Prüfung der Wrackteile, der Opfer, ihres Gepäcks sowie der mitgeführten humanitären Facht veranlasst. Im Gepäckraum befanden sich Medikamente für die in den Kampfhandlungen in Syrien Verletzten sowie Requisiten des Alexandrow-Ensembles.

    Spuren einer mutwilligen Explosion an Bord der Maschinen oder eines Raketeneinschlags hätten die Experten nicht entdeckt. Somit wurden die zuvor geäußerten Vermutungen, es könnte vielleicht auch ein Anschlag gewesen sein, aus der Liste der möglichen Absturzursachen gestrichen.

    Die Ermittlungsbeamten des Militärs hätten Sprengstofftechniker vom Forschungsinstitut des FSB beauftragt, zuerst das aus dem Meer geborgene Gepäck, geborgene Sessel und Teile der Innenverkleidung des Flugzeugs auf Sprengstoffspuren zu untersuchen. Es sei auch darum gegangen, den Charakter der Beschädigungen an den Flugzeugteilen einzuschätzen, an denen die Druckwelle einer im Salon gezündeten Bombe charakteristische Risse hinterlassen haben müsste.

    Zudem seien Löcher an manchen Wrackteilen untersucht worden, die beim Aufschlagens aufs Wasser, aber auch durch Bombensplitter oder durch eine neben dem Flugzeug detonierende Rakete hätten entstehen können.

    „Das mit einer Geschwindigkeit von 2.000 Meter pro Sekunde fliegende Schrapnell verursacht in der Aluminiumverkleidung wie ausgesägt erscheinende Öffnungen“, wie eine mit den Ermittlungsarbeiten vertraute Quelle erläuterte. „Der Flugzeugabsturz erfolgt indes bei bedeutend geringerer Geschwindigkeit, deshalb entstehen um die verursachten Öffnungen sicher gut zu erkennende Deformierungen des Metalls. Schließlich haben alle eingesetzten Experten – Sprengstofftechniker als auch Gerichtsmediziner – auch die Splitter selbst suchen müssen“, heißt es weiter.

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    Dennoch hätten die Experten keinen einzigen Faktor gefunden, der zumindest indirekt für einen Terroranschlag oder einen Beschuss vom Boden aus sprechen könnte. Darum konzentrierten sich die Experten nun auf eine andere Version, einen eventuell von der Crew der Militärmaschine zugelassenen Fehler.

    Russlands Minister für Verkehrswesen, Maxim Sokolow, hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Terroranschlag bei der Ermittlung der Absturzursachen der Tu-154 nicht als Hauptversion betrachtet werde.

    Am frühen Sonntagmorgen war ein Flugzeug vom Typ Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums kurz nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi, wo die Maschine auf dem Flug von Moskau nach Syrien zum Nachtanken zwischengelandet war, aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere: Unter ihnen waren Sänger, Solisten, Musiker und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Ensembles, drei TV-Filmteams mit insgesamt neun Journalisten sowie die weltweit engagierte Ärztin und Leiterin der Wohltätigkeitsstiftung „Gerechte Hilfe“, Jelisaweta Glinka, auch bekannt als „Doktor Lisa“.

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    Tu-154, Maxim Sokolow, Sotschi, Russland
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