07:20 19 Oktober 2017
SNA Radio
    Russische Luftwaffe auf dem Militärstützpunkt Hmeimim in Syrien

    „Primitive Propaganda“ - Russland bestreitet Truppenaufstockung in Syrien

    © REUTERS/ Vadim Savitsky/Russian Defense Ministry
    Politik
    Zum Kurzlink
    181946810

    Moskau hat Berichte über eine angebliche Aufstockung der russischen Truppen in Syrien strikt zurückgewiesen. Anders als von westlichen Medien behauptet, werden die rusisschen Truppen nicht aufgestockt, sondern reduziert, wie Militärsprecher Igor Konaschenkow am Donnerstag sagte.

    Konaschenkow bestätigte, dass vier Jagdbomber vom Typ Su-25 vor einigen Tagen nach Syrien verlegt worden seien. Dabei handle es sich jedoch nicht um Verstärkung, sondern um einen planmäßigen Wechsel. Er erinnerte daran, dass Präsident Wladimir Putin Ende Dezember einen Teilabzug aus Syrien angeordnet hatte.

    „Dementsprechend werden Maßnahmen zur Reduzierung der russischen Truppen in der Arabischen Republik Syrien durchgeführt“, so der Sprecher. Die gegenteiligen Berichte westlicher Medien bezeichnete er als eine „primitive propagandistische Ente“.

    In Syrien herrscht seit 2011 Krieg, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 280.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen von den USA unterstützte Rebellen, aber auch die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front und andere gegenüber. 

    Die russische Luftwaffe unterstützt seit 2015 auf Bitte der Regierung in Damaskus die syrischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Terroristen. Parallel dazu vermittelt das russische Militär zwischen Regime und lokalen Rebellenchefs. Dazu wurde am dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim im syrischen Latakia ein Versöhnungszentrum eröffnet.

    Zum Thema:

    Schon wieder „gefährlich nah“? Moskau nennt Grund für US-Geisterflüge über Syrien
    „Syrien-Null-Beitrag“ - Russlands Verteidigungschef antwortet Pentagon
    Mindestens 20 Zivilisten durch US-Luftangriff in Syrien getötet
    Fliegerkräfte der russischen Marine in Syrien
    Tags:
    Igor Konaschenkow, Syrien, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren