10:58 26 Februar 2017
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    Trumps Russland-Politik: „Unter ungeheurem Druck der Gegner einer Verbesserung“

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    Politik
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    Donald Trump kann die Stimmungen in der politischen US-Elite und die aktuelle „Hysterie“ um Russland nicht ignorieren. Darauf weisen russische Parlamentarier hin, indem sie die erste große Pressekonferenz des designierten Präsidenten analysieren.

    „Nach den jüngsten Äußerungen zu urteilen, stehen sowohl Donald Trump als auch sein Team ungeheuer unter Druck der Gegner einer Verbesserung der Beziehungen mit Russland“, kommentierte Konstantin Kossatschow, Chef des Auswärtigen Ausschusses im russischen Föderationsrat (Oberhaus), für die Tageszeitung „Iswestija“.

    Trump hatte auf der Pressekonferenz gesagt, es gebe keinen Reset-Knopf in den Beziehungen mit Russland: „Entweder werden wir uns vertragen oder nicht. Hoffentlich doch, vielleicht nicht – das ist auch möglich“. 

    Kossatschow kommentierte weiter: „Dem designierten US-Präsidenten mangelt es vorerst an Gegenargumenten, um seine Position zugunsten einer Zusammenarbeit mit Russland zu verteidigen. Deshalb manövriert er, nimmt sich Zeit und übt Vorsicht. Ob es zu Veränderungen nach seinem Amtsantritt kommt und wie schnell sie möglich wären, kann im Moment, denk ich, nicht einmal Trump selbst sagen. Die Beziehungen mit den USA werden sich unter Trump jedenfalls nicht leichter gestalten. Doch sie werden pragmatischer sein.“

    Trump hatte auch die Frage nach den Hacker-Angriffen auf die Demokratische Partei beantwortet. Er sagte, Russland habe möglicherweise dahinter gesteckt, Amerika erlebe aber auch Cyber-Attacken durch andere Länder.

    Alexej Puschkow, Mitglied des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im russischen Föderationsrat, sagte dem Blatt, Trump könne nicht umhin, die Stimmungen in der politischen Elite der USA zu berücksichtigen: „Derzeit werden diese Stimmungen durch die Hysterie um Russland und dessen angebliche Einmischung in die US-Wahlen bestimmt. Obwohl diese Situation künstlich geschaffen wurde, beeinflusst sie direkt Medientöne und Stimmungen im Kongress, wo ein neuer Gesetzentwurf zu Sanktionen gegen Russland eingebracht wurde.“

    „Als designierter Präsident kann Trump die äußerst angespannte Atmosphäre in Sachen Russland sich nicht wegdenken. Dabei bekräftigte er seine Absicht, mit Moskau im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzuarbeiten“, so Puschkow.

    „Inwieweit Trump in anderen Bereichen mit Russland kooperieren kann, wird er als Präsident später entscheiden. In der aktuellen äußerst nervösen Situation hätte man aus meiner Sicht kaum mehr Klarheit von Trump erwarten können“, meinte der russische Parlamentarier.

    Er erläuterte: „Man will Trump faktisch zu einer Politik zwingen, die Barack Obama gegenüber Russland betrieben hatte. Trump gibt aber zu verstehen, dass er dieser Politik nicht folgen will. Unter Obama hatte es keine US-Kooperation mit Russland im Kampf gegen den Terrorismus gegeben – nur Gerede. Unter Trump wird es Veränderungen in diesem Bereich geben.“

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    Tags:
    Donald Trump, Alexej Puschkow, USA, Russland
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    Alle Kommentare

    • avatar
      sachsenhammer1
      der von Amerika und seinen
      Satrapen losgetretene Terrorismus sollte nicht von
      Russland bekämpft werden.
      Dafür sind dessen Verursacher
      zuständig.
    • avatar
      hihardt
      Die verheerende Einstellung der Amerikaner Russland gegenüber ist Obama zu verdanken, der nur einen Gedanken hatte: Russland muss unterworfen werden. Eine Partnerschaft hatte er NIE im Sinn. Da sich der Hass, den Obama immer wieder ins Volk trug, tief eingegraben hat, kann auch ein Donald Trump nicht sofort "Wunder" vollbringen. Doch ein Patriot und Geschäftsmann wie Trump ist klug genug, die Vorteile einer friedlichen Kooperation mit Russland zu erkennen; er hat einiges mit Putin gemeinsam.
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      Arnim4085
      Lustig ist es schon, dass der amerikanische Geheimdienst und die weltweite Qualitätspresse das z.Zt genau das machen, was man den Russen für die Zukunft unterstellt. Sie demolieren ihren Präsidenten nach dem Motto: wer solche Freunde hat braucht keine Feinde. Dazu brauchen sie noch nicht einmal die Beweise die angeblich der Russe hat, hier reichen einfach nur Vermutungen.
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      wassermann1-lack
      Bleibt zu hoffen, daß sich Trump gegenüber den Hartleinern durchsetzen kann und seine Politik etwas Rußlandfreundlicher gestaltet. An sonsten könnte es in absehbarer Zeit zu ernsthaften Konflikten kommen, die uns allen schwer auf die Füße fallen.
    • boroser1502
      Es gibt zwei Szenarien bezüglich Westen und Russland:

      Win- win- Situation oder lose- lose- Situation.

      Die Gegner einer Partnerschaft und eines Miteinanders mit

      Russland fantasieren immer noch von einer dritten Variante,

      welches es aber nicht gibt:

      Die win -lose- Situation, nämlich dass der Westen alles gewinnt und

      Russland alles verliert. Dies entspricht einer Casino- Mentalität eines

      Casino- Spielers, welcher die ganze Spielbank gewinnen möchte.

      Hier greift dann das alte chinesische Sprichwort:

      Wer zuviel wird, wird alles verlieren.

      Nichts also mit der win- lose- Situation!!!
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      Joesi
      ....mal sehen, was für Reaktionen aus Berlin nun kommen!
      Eins ist gewiss, der gesamte Berliner Versagerladen ist am Ende!
      Die Quittungen für politisches Fehlverhalten nach DDR-Manier
      gibts nun im Wahljahr 2017!
    • avatar
      JoesiAntwort ansachsenhammer1(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sachsenhammer1, geht nicht guter Sachse! ...
      die, die ihn lostraten, würden ihn unterstützen!
      also Assad hat sich den ehrlichsten Partenr gewählt.
      Gut, daß Russland mit einem Hafen schon in Syrien verankert war!
    • boroser1502
      Im Moment setzt der Westen in seiner Fantasie und Überheblichkeit

      auf die win- lose- Variante, welche es eigentlich gar nicht gibt.

      Denn wenn Russland alles verlieren sollte infolge von westlicher

      Aggression, dann wird der Westen niemals als Gewinner

      daraus hervorgehen.

      Im Moment ist aber genau das der Fall, dass der Westen denkt,

      er könne alles gegen Russland unternehmen, mit ganzem Unrecht

      und mit ganzer Willkür gegen Russland. Das ist einfach unglaublich!

      Willy Wimmer, CDU warnt unterdessen ganz aktuell vor einer sehr reelen

      Kriegsgefahr in Europa und Willy Wimmer warnt vor einer unveranntwortlichen

      antirussischen Einkreisungspolitik, welche weltbekanntermassen nichts

      anderes ist, als eine hochaggressive Geopolitik, welche den Weltfrieden

      sehr gefährdet. Die Welt- Stabilität ist ohnehin schon deutlich beschädigt!

      Viele sagen, es sei 5 vor 12, noch mehr meinen:

      Es ist 1 Minute vor 12 (bzgl.der sehr reelen Kriegsgefahr in Europa).
    • Rita_MAntwort anboroser1502(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      boroser1502, Ihre Ausführungen entsprechen der Wirklichkeit. Ich habe mir gestern auch die Pressekonferenz angehört. Ich bin sehr skeptisch was Trump wirklich macht, zum einen hat er sich nicht im Griff, solche Emotionen nützen nienmanden, zum anderen scheint er unter Druck zu sein, da er von der eigenen Partei oder andern mächtig in die Zange genommen wird. Wenn da nicht was in Vorbereitung ist, denkt mal an Kennedy.
      Ich sehe auch eine ganz reele Kriegsgefahr und das geht ganz und allein auf dieses abscheuliche Duo Clinto/Obama.
    • Denk mit!
      Russland muß mit Allem die Willens sind, eine Weg suchen, und organisiert mit friedlichem Mittel , diesen Zustand der Kriegstreiber zu beenden! Es wäre schon ein großer Erfolg wenn Trumps Gruppe mit B.Sanders zusammenhalten würden! Hier liegt ein großes Potential für den Frieden!
    • Piero DoldiAntwort ansachsenhammer1(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sachsenhammer1, da haben Sie zwar durchaus Recht, aber wir in Europa, in Russland und natürlich im Nahen Osten sind vom Terrorismus direkt betroffen und leiden darunter.

      Deshalb und, wenn ich mir die lange Südgrenze Russlands zu islamischen Ländern betrachte, verstehe ich Russlands Sorge und seinen Kampf gegen den IS-Terrorismus als präventive Maßnahme. Dieser Kampf ist notwendig, um die Menschen, ihre Lebensweise und ihre Zukunft zu sichern.

      Und, wenn Donald Trump seine Absicht umsetzen kann, werden die USA vielleicht diesen Kampf an der Seite Russlands führen.
    • avatar
      Hans-ChristianAntwort anRita_M(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Rita_M, ich habe mir auch auch die Pressekonferenz angesehen, mein Eindruck allerdings ist ein etwas anderer, ich meine das Trump genau weiss was er will und seine Emotionen besser un dem Griff hat als uns unsere Qualitätsmedien Glauben machen wollen. Auch hat er zumlich deutlich gemacht auf Provokationen deiner Gegner nicht länger eingehen zu wollen. Das der Mann sich einem Risiko ausgesetzt hat als er sich zur Wahl gestellt hat brauch da keines besonderen Hinnweises, zumal es in der Geschichte der USA schon viele andere Königsmorde gegeben hat. Um nichts in der Welt würde ich mit ihm da tauschen wollen. Wie er aber und mir welchen Erfolgen er es saffen wird seine Visionen umzusetzen bleibt zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation und wird im Ansatz wohl erst nach den ersten 100 Ragen seiner Amtszeit ansatzweise zu erkennen sein. Uch Watne deshalb auch davor wie, es bei Obama war euphorisch Hoffnungen zu gennerieren welche dann in Enteuschungen enden. Denn ein Trump wird auch nur mit Wasser kochen....
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      balkansahelAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, TERRORISMUS??? - wir (= NATO, EU, DE, USA) haben ihn mitorganisiert, gegründet, aufgebaut, mit Waffen versorgt, finanziert und immer wieder neu UNTERSTÜTZT!!!!! Weltweit ist der ISLAMISCHE STAAT zwischen Westafrika+Hindukusch die aktuell stärkste, aktive Bodentruppe mit ausserordentlicher Kampfkraft, wie man gerade in Syrien deutlich sieht, wo sie jederzeit blitzschnell Truppen verlegen und SCHLACHTEN GEWINNEN (Palmyra, Al-bab, wo sie die nato-leopards dezimieren, RAKKA Nord, wo sie die Kurden blutig zurückschlagen oder aleppo-süd, wo sie aktuell die SAA scharf angreifen)...

      Wie stoppt man diese Elite-Söldner-Bodentruppe???? genauso wie sie entstanden ist, nämlich durch sofortigen Einzug der nato-unterstützung/Luftwaffe/Logistik/Finanzierung...

      mehr braucht Trump nicht zu tun!!!!,

      einfach den Obama-terroristenn/CIA/SOCOM/IS den Sold/Geld entziehen... dann kapitulieren sie sofort und ziehen sich in andere nato-kalifate zurück...
    • avatar
      christa
      Ich finde die extrem böswilligen Angriffe über den neuen Präsidenten Herrn Trump von Amerika und den Präsidenten von Russland Herrn Putin kaum zu ertragen und wiederwillig, von Menschen die doch nur neidisch und bösartig sind . Ich würde mir wünschen dass diese beiden kompedenten Herren Präsidenten unsere Länder wieder in Ordnung bringen. Jeder normale Mensch würde sich über eine nette und freundliche Führung dieser Präsidenten freuen. Christi
    • Rita_MAntwort anHans-Christian(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hans-Christian, Ich beobachte diese ganze Sache halt mit Skepsis. Es ist für Herrn Trump sowohl auch Herrn Putin immer eine schwierige Gradwanderung. Wollen wir hoffen, dass sich alles zum guten wendet für alle Völker.
    • avatar
      Hans-ChristianAntwort anRita_M(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Rita_M, da binn ich ganz bei ihnen, auch ich hoffe natürlich das wir auf besseren Zeiten in den Beziehungen der Supermächte zueinander hoffen dürfen, doch so ganz alleine werden es Trump und Putin auch nicht schaffen, Einen wichtigen Teil für die Voraussetzungen müssen auch die Bürger der Völker schaffen. Da sind dann auch wir selbst wieder im Spiel einen Entspechenden Druck auf unsere eigenen Regierungen aus zu üben. Das ist eigentlich der schwierigste Part, über Sozialmedien solchen Meinungsdruck zu erzeugen, welchen die Regierenden dann nicht mehr ignorieren können.
    • Piero DoldiAntwort anHans-Christian(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hans-Christian, gut dargestellt, so sah ich es auch. Donald Trump hatte gestern deutlich spürbar Kreide gefressen und auch sein künftiger Außenminister Tillerson übte artig dezente und erwartete Russlandkritik. Die augenblickliche Phase vor Amtsantritt ist noch kritisch und er wäre blöd, wenn er die angespannte Situation zusätzlich nur verkomplizieren würde.

      Man darf auch nicht ab dem ersten Tag seiner Machtübernahme eine Änderung der außenpolitischen Benchmarks erwarten. Doch seine neuesten Ankündigungen gegenüber China lassen eine ziemlich konfrontative Politik, wenn nicht gar militärische Demonstrationen im südchin. Meer bei den Spratleys erwarten.

      Wenn Amerika jedoch Russland auch noch als Gegner hätte, das China massiv unterstützt ohne selbst einzugreifen, würde die Auseinandersetzung mit China auch die US-Fähigkeiten rasch erschöpfen und Washington sicher eine schwere Niederlage erleiden. Also wird es Deals und Erklärungen geben, welche die Sanktionen abschaffen und langfristig durch eine erneute Krimbefragung auch eine Anerkennung als russ. Staatsgebiet.
    • Piero DoldiAntwort anbalkansahel(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      balkansahel, wenn Trump nicht mehr zu tun braucht, als dieses wirkungsvolle Geflecht zwischen den Interessengruppen im Westen, Saudi-Arabien, Katar, etc. und der Rüstungsindustrie aufzulösen, hat er jedenfalls keine Langeweile. Wenn es nur so ganz einfach wäre? Aber er auch er will weiterleben und nicht einem Attentat zum Opfer fallen, oder durch ein konstruiertes Impeachment-Verfahren aus dem Amt gejagt werden, denn die Gegner sind mächtig und perfide.
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