09:10 22 Februar 2020
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    Der jüngste Kontakt zwischen Mike Flynn, dem Sicherheitsberater des gewählten US-Präsidenten Donald Trump, und dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, zur Vorbereitung eines Telefongesprächs zwischen Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin hat zeitgleich mit der Verlängerung der Russland-Sanktionen stattgefunden.

    Wie die Agentur Reuters am Samstag meldete, telefonierten Flynn und Kisljak am 29. Dezember, als Obama neue Sanktionen gegen Russland – wegen dessen „Einmischung in die US-Präsidentenwahl“ – verhängte. Dabei berief sich Reuters auf Trumps Pressesprecher Sean Spicer.

    Aus drei anderen Quellen der Agentur verlautet, dass Flynn und Kisljak am 29. Dezember fünf Telefonate geführt haben. Und zwar im Zeitraum zwischen der Bekanntgabe der neuen US-Sanktionen und der Entscheidung von Präsident Putin, keine Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Flynn und Kisljak erörterten unter anderem Kontakte zwischen Trumps Beratern und Vertretern der russischen Behörden vor dem Hintergrund der jüngsten Erklärungen der US-Geheimdienste, wonach sich russische Hacker in die US-Präsidentenwahl eingemischt haben sollen. Reuters wusste nicht, von wem die Gespräche initiiert wurden.

    Spicer zufolge tauschten Flynn und Kisljak am 29. Dezember ferner Meinungen darüber aus, wie das Telefonat zwischen Trump und Putin zustande gebracht werden könnte. Weitere Details lagen zunächst nicht vor. Das Telefongespräch mit Putin soll nach Trumps Amtseinführung stattfinden, die auf den 20. Januar angesetzt ist.

    Am 29. Dezember verhängte Obama Sanktionen gegen einige Privatpersonen und Unternehmen in Russland. Zudem wurden 35 Diplomaten zu Personae non grata erklärt und des Landes verwiesen. Dabei konnte Obama keine Beweise für eine Beteiligung Russlands an den Hackerattacken auf US-Server vorlegen.

    Am 6. Januar veröffentlichte die US-Aufklärung einen Bericht, in dem Russland erneut eine Einmischung in die US-Präsidentenwahl zur Last gelegt wurde – ebenfalls ohne Belege. Das Fehlen der Beweise erklärte die US-Seite damit, dass es sich um Geheiminformationen handelt.

     

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    Tags:
    Vorbereitung, Kontakte, Telefonat, Sanktionen, Sean Spicer, Mike Flynn, Sergej Kisljak, USA, Russland