01:57 12 Dezember 2017
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    Litauen schottet sich mit Zaun von Kaliningrad ab

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    Politik
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    Litauen will einen Zaun an der Grenze zu Russlands Exklave Kaliningrad einrichten. Entsprechende Ausgaben sind im Staatshaushalt für 2017 vorgesehen, schreibt die Zeitung „Lietuvos žinios“ am Samstag.

    Das Projekt soll den baltischen Staat 3,6 Millionen Euro kosten. Vilnius wolle die Grenze auch mit Überwachungsanlagen ausstatten; laut Innenminister Eimutis Misiūnas wird Geld dafür jedoch erst im nächsten Jahr vorhanden sein. Das Bauwerk werde ihm zufolge aber keine „chinesische Mauer“ darstellen. Der Zaun solle dem Eindringen von Schmugglern und „Maulwürfen“ vorbeugen.

    Die Absperrung werde nur eine „symbolische Bedeutung“ haben, sagte Rasa Juknevičienė, eine konservative Politikerin und ehemalige Verteidigungsministerin des Landes. „Dieser Zaun wird keine Panzer und schwere Technik stoppen können. Wir zeigen aber, dass wir auf eine Verbesserung der Beziehungen mit Russland hoffen“, sagte sie. „Wir tun alles Mögliche, um die potenzielle Gefahr seitens Russlands zu minimieren.“

    Der Zaun soll rund 135 Kilometer lang werden, während die Länge der Landesgrenze zwischen Litauen und dem Kaliningrader Gebiet 288 Kilometer ausmacht.

    Im vergangenen Jahr hatten auch Estland und Lettland ihre Pläne zum Bau einer Absperrung an der Grenze zu Russland bekanntgegeben. 

     

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    Tags:
    Grenze, Bau, Mauer, Absperrung, Zaun, Rasa Juknevičienė, Eimutis Misiūnas, Estland, Lettland, Kaliningrad, Russland, Litauen