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10:30 14 Oktober 2019
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    Trump bleibt bei Wahlkampf-Aussage: Nato ist wirklich obsolet

    © Flickr/ NATO North Atlantic Treaty Organization
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    Der künftige US-Präsident Donald Trump hat das Nato-Bündnis als veraltet bezeichnet. Das Militärbündnis habe sich nicht um den Terror gekümmert, sagte er in einem gemeinsamen Interview der Bild-Zeitung und der britischen „Times“.

    Es habe viel Staub aufgewirbelt, so Trump, als er noch als Präsidentschaftskandidat im Wahlkampf davon gesprochen habe, dass das Modell der Nato heute überholt sei. Zwei Tage sei das kritisiert worden, dann habe man begonnen, ihm rechtzugeben. Und er bleibt dabei.

    „Die Nato ist obsolet, weil sie sich nicht um den Terror gekümmert hat“, so Trump. Ein Problem des Militärbündnisses seien die Beitragszahlungen.

    „Viele dieser Länder zahlen nicht, was sie zahlen müssten, was aus meiner Sicht sehr unfair gegenüber den USA ist“, so der künftige US-Staatschef. Gleichzeitig unterstrich er, dass die Nato ihm trotzdem wichtig sei. Aber: „Es gibt nur fünf Länder, die zahlen, was sie sollten. Fünf. Das ist nicht viel“, kritisiert er weiter.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
    © AFP 2019 / John Thys
    Bereits während des Wahlkampfes hatte Trump die Nato als „überholt“ bezeichnet und mehr finanzielles Engagement der Nato-Verbündeten gefordert. „Wir verteidigen sie, geben ihnen militärischen Schutz und andere Sachen, und sie zocken die USA ab. Und wisst ihr, was wir tun? Nichts!“, sagte Trump im April bei einer Wahlveranstaltung in Wisconsin. Trump forderte, dass die Nato-Mitglieder alles nachzahlen sollten, was sie früher nicht gezahlt hatten.

    Donald Trump ist am 8. November zum 45. US-Präsidenten gewählt worden. Am 20. Januar wird er offiziell sein Amt antreten.

     

     

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