13:17 26 Februar 2020
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    „Nato obsolet“: Trumps Worte haben Besorgnis beim Atlantischen Militärbündnis und der Europäischen Union hervorgerufen, wie Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel mitteilte.

    Trump, der am Freitag als neuer US-Präsident vereidigt wird, hatte die Nato am Sonntag in einem Interview der „Bild“-Zeitung und der britischen „Times“ einmal mehr als obsolet bezeichnet und kritisiert, dass das Militärbündnis sich nicht um den Terror gekümmert habe.

    Seine Aussagen zu EU und Nato hätten nicht nur in Brüssel „für Verwunderung und Aufregung gesorgt“, zitiert die FAZ Steinmeier. Trumps Äußerungen würden zudem den Angaben des designierten amerikanischen Verteidigungsministers James Mattis bei seiner Anhörung im Kongress widersprechen. Mattis hatte vor Moskaus Versuch gewarnt, „die Nato zu zerbrechen“. „Wir müssen sehen, was daraus für die amerikanische Politik folgt“, so Steinmeier.

    Während seines Wahlkampfes hatte Trump die Nato ebenfalls als „überholt“ bezeichnet und mehr finanzielles Engagement der Nato-Verbündeten gefordert. „Wir verteidigen sie, geben ihnen militärischen Schutz und andere Sachen, und sie zocken die USA ab. Und wisst ihr, was wir tun? Nichts!“, hatte Trump im April bei einer Wahlveranstaltung in Wisconsin gesagt. Trump forderte, dass die Nato-Mitglieder alles nachzahlen sollten, was sie früher nicht gezahlt haben.

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    Tags:
    NATO, Donald Trump, Jens Stoltenberg, Frank-Walter Steinmeier, Deutschland, USA