18:45 22 Januar 2020
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    Europas Flüchtlingsdeals (141)
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    Der Irak lehnt einen Vertrag mit Finnland ab, laut dem dieses Land Asylbewerber entgegen ihrem Wunsch in den Irak abschieben könnte. In einer Pressemitteilung des irakischen Ministeriums für Migration wird diese Position damit begründet, dass ein solcher Vertrag die Menschenrechte verletzen würde, wie der finnische TV-Sender Yle mitteilte.

    In den vergangenen beiden Jahren sind mehr als 20.000 Iraker nach Finnland gekommen. Den meisten von ihnen wurde das Asylrecht verweigert, so Yle. Nur rund 1000 irakische Migranten seien der Forderung nachgekommen, in den Irak zurückzukehren, hieß es. Weitere sollen wegen Straftaten aus Finnland ausgewiesen worden sein.

    Die irakischen Behörden sind nicht dazu bereit, die ausgewanderten Iraker, denen Finnland kein Asylrecht gewährt hat und die es zwangsweise abschieben will, wieder aufzunehmen.

    Laut dem irakischen Minister Yasim Mohammed al-Jafi ist der Irak nicht damit einverstanden, abgeschobene Asylbewerber aufzunehmen, sei jedoch zu einer Zusammenarbeit bereit, um den Irakern zu helfen, die freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren wollen.

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    Vertrag, Asylbewerber, Rückkehr, Fernseh- und Radiosender Yle, Irak, Finnland