06:24 06 Dezember 2019
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    Harter Brexit ist eine Wirtschaftskatastrophe – Schottlands Regierungschefin Sturgeon

    © AFP 2019 / Justin Tallis
    Politik
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    Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon ist der Meinung, dass ein harter Brexit eine Wirtschaftskatastrophe für Großbritannien bedeuten werde.

    Am Dienstag stellte die britische Premierministerin Theresa May ihren Zwölf-Punkte-Plan zum Brexit vor. Dabei teilte sie mit, dass London nicht nur die EU, sondern auch den europäischen Binnenmarkt und die Zollunion verlassen werde.

    „Dafür hat Schottland nicht gestimmt… Ein ‚harter‘ Brexit wird zu einer Wirtschaftskatastrophe“, sagte Sturgeon nach Mays Rede.

    Ihr zufolge hat Schottland das Recht auf Selbstbestimmung, wenn Großbritannien jegliche Kompromissvarianten zum Ausstieg aus der EU ablehnt.

    „Schottland muss eine Möglichkeit haben, seine eigene Zukunft zu bestimmen, wenn alle Kompromisse abgelehnt werden“, sagte Sturgeon und betonte dabei, dass Schottland nicht gegen seinen Willen aus dem europäischen Binnenmarkt gezogen werden könne. Der Politikerin zufolge wird Edinburgh alle möglichen weiteren Varianten in Betracht ziehen.

    Beim Referendum am 23. Juni des vergangenen Jahres hatte Schottland im Gegensatz zu Großbritannien mehrheitlich für den EU-Verbleib des Landes gestimmt. Seitdem trat Edinburgh fortlaufend für die Erhaltung maximal enger Verhältnisse mit Brüssel auf.

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    Tags:
    Brexit, Nicola Sturgeon, Theresa May, Schottland, Großbritannien