18:27 17 November 2017
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    Bundesverfassungsgericht Deutschland

    Spiegel-Online meldet NPD-Verbot - das Netz lacht: "Schon wieder Putins Hacker"

    © AFP 2017/ Uwe Anspach / dpa
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    Während im Karlsruher Bundesverfassungsgericht noch der Antrag der Bundesländer auf ein Verbot der rechtsextremen NPD verlesen wurde, haben mehrere Medien ihr Urteil schon gefällt: Die Partei sei verboten worden, hieß es in dutzenden Eilmeldungen.

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    „Das Urteil ist gefallen: Die NPD wird verboten“, hieß es in der Eilmeldung von „Spiegel-Online“. Zur selben Zeit verkündete das Bundesverfassungsgericht exakt das Gegenteil: Die NPD wird nicht verboten.

    ​Nach Angaben der „Berliner Zeitung“ ist die Falschmeldung vom Linksparteichef Bernd Riexinger und dem Leiter der Berliner Senatskanzlei, Björn Böhning (SPD), begrüßt worden.

    ​Außer den Online-Editionen des Spiegel-Magazins und der „Zeit“ haben laut der „Berliner Zeitung“ auch die „Neue Zürcher Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, das „Erste“ der „Stern“ und der „Mitteldeutsche Rundfunk“  zunächst das angebliche Verbot der NPD verkündet.

     

    ​„Als der Vorsitzende des Zweiten Senats, Andreas Voßkuhle, zu reden begann, zitierte er zunächst den Antrag auf das NPD-Verbot. Der Antrag wurde von uns versehentlich mit dem — tatsächlich anderslautenden — Urteil verwechselt. So kam es zur Veröffentlichung“, heißt es in einer Erklärung der Spiegel-Redaktion.

    ​Das Bedauern sei groß, zudem ein Fehler dieser Tragweite nicht dem Anspruch, den die Redaktion von SPIEGEL ONLINE an die eigene Arbeit stelle, entsprechen würde.

    ​Am Dienstagvormittag gab das Bundesverfassungsgericht bekannt, dass die Versuche, die Partei verbieten zu lassen, erneut gescheitert sind.

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    Tags:
    Die Zeit, Der Spiegel, Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), Wladimir Putin, Deutschland
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