17:56 28 März 2017
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    EU-Kommission in Brüssel

    EU verwehrt Litauen Hilfe bei Zaunbau zu Kaliningrad

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    Politik
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    Die EU-Kommission will den Bau eines Zauns an der Grenze Litauens zu der russischen Exklave Kaliningrad nicht finanzieren, wie die Sprecherin für Migrationspolitik, Tove Ernst, bei einem Pressegespräch sagte. Die EU-Kommission beteilige sich grundsätzlich nicht an derartigen Maßnahmen.

    „Was die Grenze zwischen Litauen und dem Gebiet Kaliningrad angeht, ist dies die Schengen-Außengrenze. Litauen ist für die Grenzeinrichtung  zuständig und muss die Mittel dafür bereitstellen“, so Ernst.   

    Die EU-Kommission unterstütze nur Grenzkontrollen und für die Ausrüstung der Außengrenzen nötige Anlagen, aber keinen Bau von Zäunen.    

    Zuvor hatten litauische Medien mitgeteilt, dass Litauen einen Zaun an der Grenze zu Kaliningrad errichten wolle und dafür aus dem Staatshaushalt für 2017 circa 3,6 Millionen Euro vorgesehen seien. Vilnius will die Grenze auch mit Überwachungsanlagen ausstatten; laut Innenminister Eimutis Misiūnas wird das Geld dafür jedoch erst im nächsten Jahr vorhanden sein. Das Bauwerk werde ihm zufolge keine „chinesische Mauer“ darstellen. Der Zaun solle das Eindringen von Schmugglern und „Maulwürfen“ verhindern.

    Die Absperrung werde eher „symbolische Bedeutung“ haben, sagte Rasa Juknevičienė, konservative Politikerin und ehemalige Verteidigungsministerin des Landes.

    „Dieser Zaun wird keine Panzer und schwere Technik stoppen können. Wir zeigen aber, dass wir auf eine Verbesserung der Beziehungen mit Russland hoffen“, sagte sie. „Wir tun alles Mögliche, um die potenzielle Gefahr seitens Russlands zu minimieren.“

    Der Zaun soll rund 135 Kilometer lang werden, während die Länge der Landesgrenze zwischen Litauen und dem Kaliningrader Gebiet 288 Kilometer ausmacht. Der Baubeginn ist für das Frühjahr geplant.

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    Tags:
    Bau, Zaun, Grenze, EU-Kommission, Eimutis Misiūnas, Rasa Juknevičienė, Tove Ernst, Russland, Litauen
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    Alle Kommentare

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      anitschke
      Das ist schier eine glatte Lüge. Der ukrainische Zaun zu Russland ist vollständig aus der Tasche der EU-Steuerzahler finanziert.
    • WienerKarl
      Sie sollen sich doch an Russland um finanzielle Hilfe wenden, dann können sie gleich trainieren, wer ihnen in Zukunft wirklich helfen kann, wenn ihr Land von den jetzigen Freunden endgültig ausgeraubt ist. Schützen muss sich Russland vor der NATO, dazu besteht aller Grund.
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      Joesi
      Etwas verspätet bekommen diese baltischen Kriegstreiber ihre erste Abmahnung!
      Bei der 2. dann aber bitte alle Balten Rumänen Polen aus der EU ausgliedern!
      Danke. Wer die Europäische Idee nicht begreift, hat in ihr nichts zu suchen!
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      richard.gerhardAntwort ananitschke(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      anitschke, genau die Frage wollte ich soeben auch stellen. Was hat sich die EU den Zaunbau zwischen der UA und der RF kosten lassen! Ich glaube nicht, daß das verarmte und überschuldete Kiew finanziell dazu in der Lage war. Bis zum heutigen Tage habe ich in den deutschen Leitmedien nicht eine einzige Meldung darüber gelesen, gesehen oder gar gehört. Man verschweigt eigentlich den neuen Eisernen Vorhang.
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      richard.gerhardAntwort anJoesi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Joesi, "Europäische Idee"- das ist wirklich gut! Wissen wir doch, daß ausgerechnet die "europäische Idee", nach dem Verständnis der Ideengeber, nicht für Rußland gilt.
    • isaac
      Ein Vorschlag zur Güte: Antrag an den Oligarch Soros stellen, aber bitte den Zaun der ganzen Länge wegen sponsoren lassen, damit dieser dann sich vor Augen halten darf, bis hierhin und nicht weiter. So weit "bin ich" nun angekommen. Und dann?
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      tina
      Das kapier ich nicht....
      Ist der Zaun nun symbolisch ?
      Oder gegen die angebliche Bedrohung Russlands ?
      Also der Zaun soll 135 km lang werden,
      obwohl die Grenze 288 km lang ist ?
      Wird das nun ein halber Zaun
      gegen die halbe Bedrohung ?

      Was für ein Schwachsinn ?
      Über 3 Mille für Schnurz auszugeben....

      Haben die keine inneren Probleme im Land
      wie marode Schulen, Behindertenheime oder
      Kinderheime ?
      Scheint den wirklich die Sonne aus dem Ar... ?

      Ja zum Geier nochmal,
      WAS wollen diese Hirnis damit bezwecken ?

      Sorry,aber das ist zu blöd um wahr zu sein !!!!!!!!!!!
    • isaacAntwort antina(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      tina, Zitat von einem weisen NAZI-Lehrer: "Man muß das Unmögliche für möglich halten, damit das Mögliche nicht für das Unmöglich eintritt."
    • RitterkreuzträgerAntwort antina(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      tina, die haben davor Angst das alle rüber machen nach Russland. Das kann man so ähnlich vergleichen wie damals die Mauer an der DDR Grenze. Der Sozialismus musste sich einmauern, sonst wären ihm die Diener davon gelaufen und die Sowjetunion hätte das besetzte Mitteldeutschland selbst versorgen müssen.
    • Malak Bremen Bosch
      noch einmal,russland ist keine gefahr für europa und für das kleine litauen schon gar nicht,selbst der ami sagt,wer glaubt daß russland ein europäisches land angreifeen würde,der ist nicht richtig im kopf
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      billyvorAntwort anrichard.gerhard(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      richard.gerhard,
      Das werden Sie auch künftig nicht. Die deutschen Medien werden ihre Konsumenten mit solch brisanten Themen doch nicht verunsichern, schlimm genug, dass man nichts in der Hand hat, um die deutschsprachigen russischen Medien zu stoppen, die den Deutschen unverantwortlicher Weise Flöhe in den Kopf setzen ............
      Im übrigen sollte sich Litauen dann vertrauensvoll an Merkel wenden. Die hat sicher Verständnis, dass man sich gegen die Russenhorden schützen muss :-[

      Übrigens, schon gelesen?
      www.spiegel.de/politik/ausland/russland-sergej-lawrow-freut-sich-auf-donald-trump-a-1130374.html
      Nun gibt es nicht nur "Putin-Versteher", sondern sogar "Trump-Versteher".......
      Über allzu viele Fantasie verfügen unsere "Qualitätsmedien" nicht , und ihr Stil "Also wiederholte er, wie immer missmutig dreinblickend und keine Miene verziehend, .." verbessert sich auch nicht mehr. Wohl aber erreicht ihr Frust einen weiteren Höhepunkt ;-)
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