07:27 14 Dezember 2017
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    US-Repräsentantenhaus empört über Manning-Begnadigung

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    Der Fall Bradley Manning (17)
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    Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, hat die Entscheidung des noch amtierenden US-Präsidenten Barack Obama, der Whistleblowerin Chelsea Manning einen großen Teil ihrer Haftstrafe zu erlassen, scharf kritisiert.

    „Das ist einfach zum Aufregen. Chelsea Mannings Verrat riskierte das Leben der Amerikaner und enthüllte die wichtigsten Geheimnisse unseres Landes“, hieß es in einer schriftlichen Mitteilung.

    ​Der US-Kongress kann in Kooperation mit dem designierten Präsidenten Donald Trump zwar die von Obama unterschriebenen Gesetze  rückgängig machen, nicht aber eine Begnadigung. 

    Mehr zum Thema: US-Präsident Obama begnadigt Whistleblowerin Chelsea Manning

    Manning war im Jahr 2013 verurteilt worden. Sie wurde des Diebstahls und der Weiterleitung von 750.000 Seiten geheimer Militärberichte und diplomatischer Dokumente sowie Videos an WikiLeaks beschuldigt. Wie CNN hervorhebt, war es die bislang größte Übertragung von Geheimdokumenten an die Öffentlichkeit in der Geschichte der USA. Gegen Manning wurden insgesamt 22 Anklagen erhoben, darunter wegen Verstoßes gegen das Spionagegesetz. Zu 20 Punkten der Anklage wurde er schuldig gesprochen und zu 35 Jahren Haft verurteilt. Während der Haft erhielt Manning die Genehmigung zu einer Geschlechtsangleichung, wonach er den Namen änderte und sich nun Chelsea Elizabeth nennt. Im März 2015 wurde er vom Militärappellationsgericht amtlich als Frau anerkannt.

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    Tags:
    Begnadigung, WikiLeaks, US-Kongress, Donald Trump, Chelsea Manning, Barack Obama, Paul Ryan, Washington, USA
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