11:27 19 November 2019
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    Warschau verhinderte neuen Flüchtlingsstrom in EU – meint Polens Innenminister

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    Polen hat die Entstehung eines Umweges für illegale Zuwanderer nach Westeuropa verhindern können, wie der Innenminister des Landes, Mariusz Błaszczak, am Mittwoch auf einer vom polnischen Fernsehen live übertragenen Pressekonferenz erklärte.

    „Vor mehreren Monaten haben wir den Versuch muslimischer Zuwanderer vereitelt, eine neue Route aus dem Osten nach Westeuropa einzurichten. Der polnische Grenzdienst erfüllt seine Verpflichtungen sorgfältig“, so Błaszczak. Man arbeite in Polen jetzt an der Ausarbeitung eines Gesetzes, das jegliche Gefahr durch illegale Zuwanderung ausschließen werde, sagte der Innenminister weiter.

    Europa durchlebt zurzeit die schwerste Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Zuwanderungskrise in Europa hatte sich im Zusammenhang mit dem wachsenden Flüchtlingszustrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. Die Zahl der Migranten aus den Unruhegebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas steigt noch immer rasant an. Allein im Jahr 2015 waren rund 1,8 Million Migranten nach Europa gekommen. Seit Februar 2016 ist die Balkanroute geschlossen. Seitdem sind Medienmeldungen zufolge zigtausende Flüchtlinge in Griechenland blockiert.

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    Tags:
    Migranten, Mariusz Błaszczak, Polen