23:18 22 Februar 2020
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    Die scheidende US-Administration hat den Präsidenten der Republik Srpska, Milorad Dodik, auf die Sanktionsliste gesetzt, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Der Republikchef ist aber mitnichten traurig: Er sei sogar stolz auf die gegen ihn verhängten Sanktionen, sagte Dodik in einer Pressekonferenz.

    Seinen Schritt begründete Washington damit, dass Dodik  angeblich die Umsetzung der Friedensabkommen von Dayton 1995 verhindert habe.

    „Es ist wichtig, dass die Sanktionen der scheidenden US-Administration nicht gegen die Republik Srpska, sondern gegen mich persönlich verhängt wurden“, sagte Dodik in einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Banja Luka am Mittwoch.

    „Ich bin stolz, weil diese Sanktionen bedeuten, dass ich selbst unter starkem Druck nicht mit den Interessen der Republik Srpska Handel getrieben habe“.

    Sein Berater, Aleksadnar Vranjes, sprach in einem Interview mit Sputnik von einer „Racheaktion“ seitens des Präsidenten Barack Obama: Dodik werde dafür bestraft, dass er sich den Forderungen Washingtons widersetzt habe. Wie Dodik selbst sagte, hat das US-Außenministerium von ihm verlangt, die Verfassung der Republik zu ändern sowie den Staatsfeiertag der Republik Srpska abzuschaffen.

    „Wie wir sehen, war die Folge der Nichterfüllung der Forderungen, die unmittelbar gegen die Interessen der Republik gerichtet sind, eine Racheaktion, die sich darin ausdrückte, dass Dodik kein US-Visum bekam, um bei der Amtseinführung von Trump dabei zu sein“, sagte Vranjes.

    Das könne man als einen Schritt der Verzweiflung der scheidenden US-Administration betrachten. Weder für Dodik noch für die Republik bedeute er eine Katastrophe. Der Präsidentenberater rechnet sogar damit, dass die kommende US-Administration, die schon jetzt Entgegenkommen signalisiert, diese Sanktionen wieder aufheben werde.

    Der Präsidentenberater verwies zudem auf die in den letzten Wochen aggressiver gewordene Politik der scheidenden Administration in Washington, angefangen von der Ausweisung der russischen Diplomaten über die Verschlechterung der Beziehungen zu Israel bis hin zur Stationierung von US-Panzern in Polen.

    „Es geht um eine äußerst destruktive Politik, die als eine Art Angriff auf die neue Trump-Administration betrachtet werden kann, um ihr eine Menge ungelöster Probleme zu hinterlassen“, so der Berater. Damit wolle die Administration der Welt zeigen, dass Trump mit dem Erbe Obamas nicht fertig werden könne.

     

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    Tags:
    Sanktionen, Donald Trump, Barack Obama, Milorad Dodik, USA, Republika Srpska