16:35 31 März 2020
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    Moskau hat sich niemals persönliche Ausfälle gegen den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama geleistet und nur konstatiert, dass sich die bilateralen Beziehungen mit Washington während der Amtszeit Obamas wesentlich verschlechtert haben. Dies sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Donnerstag.

    „(…) So viel mir bekannt ist, hat sich niemand irgendwelche persönlichen Ausfälle (gegen Obama) auf offizieller Ebene erlaubt, davon kann keine Rede sein. Moskau zeigt nach wie vor Achtung gegenüber den Präsidenten aller ausländischen Staaten, erst recht der USA“, betonte Peskow.

    Russland sei immer daran interessiert gewesen, normale Partnerbeziehungen mit den USA zu unterhalten. „Aber (…) die USA haben seit Jahren (…) wiederholt recht unfreundliche Handlungen gegen unser Land begangen“, so der Sprecher. Dabei gehe es z.B. um die Bemühungen, die strategische Sicherheitsbalance, auch im Bereich der Raketenabwehr, zu verändern.

    „Wie der Entwicklungsablauf gezeigt hat, sind diese Handlungen gerade gegen Russland gerichtet. Zuerst wurde dies mit der Notwendigkeit motiviert, eine Raketenbedrohung durch den Iran einzudämmen. Aber jetzt, wo es keine solche Bedrohung gibt, werden die Pläne (zur Raketenabwehr) trotz alledem weiter umgesetzt“, so der Kreml-Sprecher.

    Peskow erwähnte außerdem „das aggressive Verhalten der US-Geheimdienste gegenüber Russland“ und „die gesetzwidrige Finanzierung verschiedener Nichtregierungsorganisationen, die sich in Russland politisch betätigt haben“.

    „Daher haben Präsident Putin und die russische Seite gute Gründe zu sagen, dass wir, wenn wir den Wunsch äußerten, gute Beziehungen mit Amerika aufzubauen, nicht immer auf Gegenseitigkeit gestoßen sind“, so Peskow.

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    Tags:
    Achtung, Beziehungen, Dmitri Peskow, Barack Obama, Wladimir Putin, USA, Russland