09:45 17 November 2019
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    Melania Trump bricht Vorurteile über die First Lady: „Umso besser für sie“ – WP

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    Die baldige First Lady Melania Trump hat das Zeug dazu, eine Galionsfigur der Frauenbewegung zu werden. Schließlich kümmert sie sich in erster Linie um sich statt um das Image ihres Mannes, wie „The Washington Post“ (WP) berichtet. Doch warum ist sie dann bei Feministinnen so verhasst?

    Melania Trump wolle sich nicht wie eine klassische First Lady benehmen, schreibt Lauren A. Wright von „The Washington Post“. „Umso besser für sie!“, ist die Kolumnistin überzeugt. Donald Trumps Ehegattin habe nur eine einzige Möglichkeit, ihre glückliche Ehe fortzuführen: Ein für alle Mal mit dem Vorurteil zu brechen, wie eine First Lady auszusehen und was sie zu machen hat, um die Anerkennung der Gesellschaft zu erlangen. Das Image eines slowenischen Fotomodells passe ohnehin von Anfang an nicht in den Rahmen, den ihre Vorgängerinnen im Weißen Haus vorgegeben hätten, so Wright.

    Melania habe sich radikal geweigert, aus ihrem geliebten Manhattan nach Washington umzuziehen, und damit der Administration ihres Ehemanns das Leben schwergemacht. Mrs. Trump werde die erste First Lady sein, die nicht gleich nach der Amtseinführung ihres Mannes ins Weiße Haus zieht.

    Fotos: Das ist die neue First Lady im Weißen Haus

    • US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump mit seiner Frau Melania.
      US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump mit seiner Frau Melania.
      © AP Photo / John Bazemore
    • Melania und Donald Trump auf der New York Fashion Week am 7. Februar 2007.
      Melania und Donald Trump auf der New York Fashion Week am 7. Februar 2007.
      © AP Photo / Kathy Willens
    • Melania Trump
      Melania Trump
      © REUTERS / Carlo Allegri
    • Mit 16 Jahren wurde Melania Model, sie nahm an Modeschauen in Mailand und Paris teil.
      Mit 16 Jahren wurde Melania Model, sie nahm an Modeschauen in Mailand und Paris teil.
      © AFP 2019 / Timothy A. Clary
    • Melania Trump während der Wahlkampftour ihres Gatten Donald in Wilmington (US-Bundesstaat North Dakota) am 5. November 2016.
      Melania Trump während der Wahlkampftour ihres Gatten Donald in Wilmington (US-Bundesstaat North Dakota) am 5. November 2016.
      © AFP 2019 / Mandel Ngan
    • Melania Trump auf dem Parteitag der Republikaner am 18. Juli 2016 in Cleveland.
      Melania Trump auf dem Parteitag der Republikaner am 18. Juli 2016 in Cleveland.
      © AFP 2019 / Robyn Beck
    • Donald Trump mit Melania und dem zehn Monate alten Sohn Barron bei der Einweihung seines Sterns auf dem Walk of Fame in Hollywood am 16. Januar 2007.
      Donald Trump mit Melania und dem zehn Monate alten Sohn Barron bei der Einweihung seines Sterns auf dem Walk of Fame in Hollywood am 16. Januar 2007.
      © AFP 2019 / Gabriel Bouys
    • Melania und Donald Trump in der NBC-Sendung „Today“ am 21. April 2016.
      Melania und Donald Trump in der NBC-Sendung „Today“ am 21. April 2016.
      © REUTERS / Brendan McDermid
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    © AP Photo / John Bazemore
    US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump mit seiner Frau Melania.

    Indes sorgt Melanias Entscheidung, sich von den Angelegenheiten staatlicher Relevanz fernzuhalten und ihre bisherige Lebensart beizubehalten, in der US-Öffentlichkeit für Aufregung. Ihr Aufenthalt fernab der offiziellen Residenz erfordere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und komme den amerikanischen Steuerzahler teuer zu stehen. Aber Mrs. Trump lasse das kalt: „Sie kümmert sich um sich selbst“, schreibt Lauren A. Wright. „Und dieser gesunde Egoismus ist ein Schritt nach vorn für die First Ladies der Vereinigten Staaten.“

    Außerdem unternehme Melania Trump gar nichts, um die Gunst der Medienvertreter einzuwerben. Das verärgere bisweilen die Öffentlichkeit. Schon im Wahlkampf habe die Frau des baldigen US-Präsidenten nur ein Minimum an Pressepräsenz an den Tag gelegt. Im Fernsehen sei sie nur aufgetreten, wenn es darum ging, böse Gerüchte über ihr Privatleben und ihre Ehe mit Donald Trump zu entkräften.

    Es sehe also danach aus, als wäre Melania Trump eine Vorbild-Feministin. Berühmte Vertreterinnen der Frauenbewegung überhäufen sie jedoch mit Kritik. Warum nur?

    „Was hat sich Melania Trump während des Wahlkampfs nicht alles anhören müssen: Kritik wegen angeblicher Nacktbilder, Prostitutionsvorwürfe, dazu die Schikanen wegen ihres Aussehens und Akzents… Und dann noch die Betitelung als Trumps Trophäe“, schreibt Wright.

    Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Melania sei zu Verleumdungsklagen gegen namhafte Verlage bereit gewesen und habe dadurch ihren Mann für eine Zeitlang von den Schlagzeilen verdrängt. Und die Aufmerksamkeit vom Ehemann auf sich zu lenken, sei laut einem ungeschriebenen First-Ladies-Gesetz einfach unerhört, scherzt die WP-Kolumnistin.

    „Diese Reaktion war für die Wahlkampagne Trumps nicht der beste Schritt“, so Wright. „Doch Melania hat ja sich selbst verteidigt, und nicht die Kampagne ihres Mannes“, resümiert die Autorin.

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    Donald Trump, Melania Trump, USA