22:08 28 Oktober 2020
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    Die Auslieferung von Edward Snowden an die USA kann nur von Russlands Migrationsbehörde oder dem russischen Präsident persönlich beschlossen werden. So kommentiert Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber BBC den Vorschlag des Ex-Vizechefs der CIA, Michael Morell, dem designierten US-Präsidenten „ein Geschenk zu machen“.

    „Dieser Beschluss kann nur von unseren Migrationsbehörden oder Präsident Putin getroffen werden. (…) Er (Snowden – Anm. d. Red.) ist kein Spielzeug, das man verschenken kann – er ist ein Mensch“, sagte Peskow.

    Falls Snowden in die USA zurückkehren sollte, drohe ihm die Todesstrafe, betonte er. Die USA seien einer der wenigen Staaten der Welt, wo diese Strafe noch existiere.

    Zuvor hatte der Ex-Vizechef der CIA, Michael Morell, geäußert, Russland könnte dem designierten US-Präsidenten „ein Geschenk machen“, indem es Edward Snowden an die amerikanischen Geheimdienste ausliefere. Unlängst wurde Snowdens Aufenthaltserlaubnis in Russland um weitere zwei Jahre verlängert.

    Der ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und NSA, Edward Snowden, hatte im Juni 2013 den Zeitungen „Washington Post“ und „The Guardian“ eine Reihe von Geheimdokumenten über Ausspähaktivitäten der USA und Großbritanniens übergeben. Er brachte unter anderem ans Licht, dass US-Geheimdienste das private Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört hatten. Daraufhin flüchtete er zuerst nach Hongkong, dann nach Moskau. Russland gewährte dem Whistleblower einjähriges Asyl. Im August 2014 wurde die Aufenthaltsgenehmigung für Snowden um drei Jahre verlängert.

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    Tags:
    Edward Snowden, Wladimir Putin, Donald Trump, USA