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03:04 20 Oktober 2019
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    Der nordrhein-westfälische AfD-Chef Marcus Pretzell bei dem ENF-Kongress am 21. Januar 2017 in KoblenzENF-Konferenz am 21. Januar 2017 in Koblenz - v.l.n.r.: Der nordrhein-westfälische AfD-Chef Marcus Pretzell, Chef der niederländischen Partei für die Freiheit (PVV) Geert Wilders, AfD-Chefin Frauke Petry und Frankreichs Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen von Front National

    AfD-Politiker Pretzell zum Treffen in Koblenz: „Mehr Freiheit für Nationalstaaten“

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    Politik
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    Als eine „Präsentation dessen, was uns ausmacht“, hat der AfD-Politiker Hans Pretzell, der Hauptinitiator des Treffens der rechtskonservativen Parteien Europas in Koblenz, diese Begegnung charakterisiert.

    Es gehe dabei um „eine große Einigkeit darüber, dass wir mehr Freiheit für die Nationalstaaten brauchen, dass wir Selbstbestimmung brauchen und dass wir weniger von dieser EU brauchen“. 

    Wie Pretzell vor Journalisten betonte, ist 2017 für diese Parteien von ganz besonderer Bedeutung. „Geert Wilders hat eine Wahl im März, Marinе Le Pen folgt dann im April, in Deutschland sind drei Landtagswahlen und dann die Bundestagswahl im Herbst. Möglicherweise wird auch in Italien sehr bald gewählt“, sagte er und fügte hinzu: „Und dann kommt noch dazu, dass wir gerade am gestrigen Tag den neuen amerikanischen Präsidenten gesehen haben, der sicherlich auch das Verhältnis Europa zu USA verändern wird. Verändern muss, weil Trump schon klar artikuliert hat, dass er den Europäern mehr Selbstverantwortung übertragen wird und sich weniger in die Belange Europas einmischen wird.“ 

          

    Ein wichtiger Bestandteil der Vision der Rechtskonservativen von der Zukunft Europas sei eine engere Bindung mit Russland, betonte er. „Russland ist ein Teil Europas. Insofern brauchen wir ein neues Verhältnis zu Russland. Ich glaube, dass das mit dem neuen Präsidenten Trump ohnehin passieren wird, weil der Konfrontationskurs wegfallen wird. Und darauf wird sich Europa einstellen müssen. Deutschland hat ein großes Interesse an einer Neudefinition des Verhältnisses mit Russland. Und zwar aus ganz egoistischen Gründen. Deutschland ist ein Hochtechnologieland, hat einen großen Absatzmarkt und Russland ist ein rohstoffreiches Land.“

    Zugleich gab der AfD-Politiker zu verstehen, dass ein Austritt aus der EU nach dem Brexit-Muster „kein deutscher Weg“ sei. „ Dieser Weg war ein britischer Weg, aber es ist sicherlich in der Form kein deutscher Weg. Was wir brauchen, weil wir in einer ganz anderen politischen Situation sind als Großbritannien, ist eine Neuverhandlung der Verträge mit einem Zeitraum von maximal fünf Jahren, um eine neue Union oder Gemeinschaft zu bilden und auf ganz neue Füße zu stellen. Wir brauchen am Ende vor allem eins: Arbeit auf freiwilliger Basis und die Möglichkeit, sich aus Dingen einzeln zurückziehen zu können. D.h. jemand, der dem Schengen-Raum beitritt, muss auch die Möglichkeit haben, aus ihm auszutreten.“

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    Tags:
    Nationalstaat, Freiheit, Bundestagswahl, Landtagswahlen, Marine Le Pen, Marcus Pretzell, Koblenz, Europa, Deutschland, Frankreich