16:56 17 Februar 2020
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    Russland verhandelt derzeit nicht mit Libyen über den Bau eines Militärstützpunktes auf dessen Territorium, wie Viktor Oserow, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Föderationsrates, mitteilte.

    „Solche Gespräche werden nicht geführt“, so Oserow.

    Er betonte außerdem, dass der bereits bestehende Versorgungsstützpunkt der russischen Kriegsmarine im syrischen Tartus ein Beispiel dafür sei, dass zwischenstaatliche Zusammenarbeit im Bereich der Marine „nicht gegen jemanden, sondern für jemanden“ erfolgen kann.

    Die russische Marine könne durchaus „eine friedensschaffende Rolle im Mittelmeerraum spielen“. Auch Militärbasen könnten „im Kampf gegen Piraten und bei der Grenzüberwachung“ nützlich sein.

    Zuvor war von der Neuen Zürcher Zeitung unter Berufung auf italienische Medien berichtet worden, dass Khalifa Haftar, der Staatschef Libyens, eine Vereinbarung für den Bau von zwei russischen Militärobjekten in Tobruk und Bengasi ratifiziert hätte.

    Am 18. Januar hatten Russland und Syrien ein Abkommen unterzeichnet, welches die russische Basis für 49 Jahre aus der syrischen Jurisdiktion nimmt. Russland darf den Versorgungsstützpunkt seiner Kriegsmarine im syrischen Tartus ausbauen und modernisieren.

    Zu Sowjetzeiten hatte ein aus 30 bis 50 Schiffen bestehendes Geschwader der sowjetischen Kriegsmarine im syrischen Hafen Tartus seinen Stützpunkt. Derzeit befindet sich dort eine materiell-technische Basis der russischen Kriegsflotte.

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    Tags:
    Abkommen, Militärbasen, Zusammenarbeit, Kriegsmarine, Verteidigungsministerium Russlands, Viktor Oserow, Bengasi, Tartus, Libyen, Moskau, Russland