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    Eine Lösung für Syrien? (2017) (230)
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    Die ersten Gespräche zwischen Vertretern der syrischen Regierung und der bewaffneten Opposition sind am Montag in der kasachischen Hauptstadt Astana eingeleitet worden.

    Die Konfliktparteien werden die nächsten Stunden am Verhandlungstisch verbringen, der die Positionen der Unterhändler vereinigen soll.

    Die Veranstalter des Treffens wollten absichtlich keine Schilder für das offizielle Damaskus und Oppositionsvertreter aufstellen und markierten diese als „Syrische Arabische Republik“. Die Hauptsache sei es, „alle an einen Tisch zu bringen“, so ein Sprecher der Veranstalter.

    Die Unterhändler sitzen nun in folgender Reihenfolge: Vertreter Kasachstans, des Iran, eine Abordnung der syrischen Regierung, Vertreter der Uno, der USA, eine Delegation der bewaffneten syrischen Opposition, Vertreter der Türkei und Russlands.  

    Bei den Versuchen im Jahr 2016, die Syrien-Gespräche wieder aufzunehmen, hatten Syriens Regierung und die Opposition nie an einem Tisch verhandelt. Die neuen Gespräche sollen durch einen Vermittler durchgeführt werden. Wie das Mitglied der syrischen Opposition, Yahya Aridi, sagte, hängt der Erfolg der Syrien-Gespräche davon ab, ob es gelingt, sich über humanitäre Fragen zu verständigen. 

    „Behandelt werden sollen humanitäre Fragen, die an und für sich Erfolg oder Scheitern der Verhandlungen bedeuten, weil Menschen auf beiden Seiten leiden.“    

    Am 14. November 2015 hatten in Wien die multilateralen Syrien-Verhandlungen stattgefunden. Die Teilnehmer der Wiener Syrien-Gespräche haben beschlossen, dass die Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition bis spätestens 1. Januar 2016 stattfinden und in dem Land innerhalb von 18 Monaten Wahlen nach einer neuen Verfassung abgehalten werden müssen. Seitdem gab es immer wieder neue Gesprächsansätze in Genf und Lausanne.

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    Tags:
    Syrien-Gespräche, Uno, Yahya Aridi, Genf, Türkei, USA, Iran, Kasachstan, Syrien, Russland