11:02 23 September 2017
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    Estland modernisiert größten Cyber-Übungsplatz – für die Nato

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    Estland will für die Nato den größten europäischen Cyber-Übungsplatz in Tartu modernisieren, wie der Pressesprecher des estnischen Verteidigungsministeriums, Andres Sang, gegenüber der russischen Zeitung „Iswestija“ mitteilte.

    Die Kosten dafür übernimmt demnach die Nato. Die konkrete Summe sowie entsprechende Fristen gelten als Militärgeheimnis.
    Aus dem Nato-Hauptquartier hieß es dazu, dass es ausschließlich um Verteidigungszwecke gehe. Neben den Experten aus den Nato-Staaten nahmen an den Übungen auch Fachleute aus Österreich, Finnland, Irland, Schweden, der Schweiz, Japan und Algerien teil.

    Tartu war laut dem Blatt zuvor schon vier Mal von der Nato als Trainingsplatz gewählt, wo Cyber-Soldaten simulierte Hacker-Attacken abwehrten.
    Der Trainingsplatz Tartu ist der Haupttrainingsort der Nato für Cyber-Übungen. Im Juli 2016 hatten sich die Allianz-Länder beim Gipfel im polnischen Warschau darauf geeinigt, dass dieser Platz erweitert werden solle.

    Bereits 2012 hatte die Nato Russland, den Iran und China als ihre Top-Cyber-Bedrohungen benannt. Im selben Jahr wurden erste Übungen durchgeführt, wo ein angenommener Feind Estland und Ungarn mit Hacker-Attacken angegriffen hatte.

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    Tags:
    Cyber-Krieg, NATO, Verteidigungsministerium Estlands, Andres Sang, Warschau, Algerien, Japan, Schweiz, Schweden, Irland, Finnland, Österreich, Tartu, Estland
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