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    Michael Flynn, Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump

    US-Geheimdienste nehmen Kontakte von Trump-Berater mit Moskau unter die Lupe - WSJ

    © AFP 2019 / Mandel Ngan
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    Die US-Geheimdienste haben die Kontakte zwischen Michael Flynn, Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, und Russland geprüft, wie die US-Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) am Montag unter Verweis auf eine gut unterrichtete Quelle mitteilte.

    Demnach sollen die US-Bundespolizei FBI, der Auslandsgeheimdienst  CIA und die nationale Sicherheitsagentur NSA „den Charakter der Kontakte Flynns mit russischen Vertretern geklärt haben, und ob diese der geltenden Gesetzgebung entsprochen haben“.

    Wann genau die Geheimdienste diese Ermittlungen vorgenommen hätten und zu welchen Ergebnissen sie gekommen seien, sei jedoch unbekannt.

    Konkret handele es sich um Telefonate zwischen Flynn und  dem russischen US-Botschafter Sergej Kisljak insbesondere am 29. Dezember, als die scheidende Obama-Administration die Russland-Sanktionen verlängert hatte. Außerdem sollen laut dem WSJ-Informanten frühere Kontakte Flynns mit russischen Amtspersonen unter die Lupe genommen worden sein.      

    Zuvor hatte die Agentur Reuters mitgeteilt, dass Flynn und Kisljak am 29. Dezember fünf Telefonate geführt haben – im Zeitraum zwischen der Bekanntgabe der neuen US-Sanktionen und der Entscheidung von Präsident Putin, keine Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Wie eine der Quellen präzisierte, hat die Obama-Administration den russischen Botschafter Kisljak über die neuen Sanktionen eine Stunde vor ihrer offiziellen Bekanntgabe informiert. Damals hatte Trumps Sprecher nur ein Telefongespräch zwischen Flinn und Kisljak bestätigt, wobei es sich darin nicht um die Sanktionen gehandelt haben soll.

    Russlands Außenministerium äußerte sich bisher zu den möglichen Kontakten zwischen Flynn und Kisljak nicht. „Wir kommentieren tägliche Arbeitskontakte unserer Botschaft wie auch von Vertretern des russischen Außenministeriums mit ihren Kollegen aus anderen Ländern, darunter auch aus den USA, nicht“, hatte damals Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow gesagt.

    Das Tramp-Team begründete die Kontakte zwischen Flynn und Kislajk mit der Vorbereitung eines Telefongesprächs zwischen Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.

    Zudem hatten einige Medien, darunter BuzzFeed und CNN, berichtet, dass den US-Geheimdiensten Material vorliege, mit dem der neue US-Staatschef Donald Trump von russischer Seite erpressbar gemacht werden sollte. Die Informationen, deren Wahrheitsgehalt noch geprüft werde, hätten angeblich die russischen Geheimdienste gewonnen.

    Donald Trump hatte die unbewiesenen Vorwürfe im Zusammenhang mit seinen Verbindungen nach Russland sowie die Informationen über angebliche kompromittierende Materialien über ihn scharf zurückgewiesen. Die Medienberichte darüber seien schlicht „Unsinn“, so Trump.

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    Kontakte, Nachrichtenportal BuzzFeed, CNN, US-Geheimdienst NSA, CIA, FBI, Wall Street Journal, Sergej Kisljak, Barack Obama, Donald Trump, Michael Flynn, USA, Russland