20:23 20 April 2019
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    Zwei Atom-U-Boote der Pazifikflotte am Stützpunkt Wiljutschinsk

    „Bautempo wie nach Kriegsende“: Russland errichtet neue Militärinfrastrukturen

    © Sputnik / Alexej Kudenko
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    Mehr als 2500 Gebäude und Anlagen hat das russische Verteidigungsministerium nach eigenen Angaben allein im Jahr 2016 für Armee und Flotte gebaut. Laut dem Vize-Verteidigungsminister Timur Iwanow hat der militärische Bau ein Volumen wie in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

    Jetzt werde an mehr als 2000 weiteren Anlagen gleichzeitig gebaut: an Radaren, wassertechnischen Anlagen, Flughäfen, medizinischen Einrichtungen, Truppenübungsplätzen, aber auch Militärsiedlungen mit den dazugehörenden Infrastrukturen wie Wohnhäusern, Kindergärten und Schulen, teilte Iwanow der Tageszeitung „Kommersant“ mit.

    „Es wird landesweit gebaut: von Kaliningrad bis zu den Kurilen“, so der Vize-Minister weiter. Bei den Baustellen seien 30.000 Spezialisten des Verteidigungsministeriums und zwischen 5.000 und 10.000 Mitarbeiter anderer Organisationen beschäftigt.

    Als Beispiele nannte er den Ausbau der U-Boot-Basis Wiljutschinsk auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka sowie den neuen Anlegeplatz für U-Boote in Noworossijsk am Schwarzen Meer. Auch erwähnte er die massiven Bauaktivitäten in der Arktis. „Das Bauvolumen ist kolossal und mit der Nachkriegszeit vergleichbar.“

    In den vergangenen Jahren hat Moskau mit Besorgnis auf die Aufrüstung der Nato reagiert, die nach dem pro-westlichen Umsturz Anfang 2014 in der Ukraine und der Abspaltung der Krim ihre militärische Präsenz im Schwarzen Meer aufgestockt, neue Stützpunkte und Truppen in Osteuropa aufgestellt hat.

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