07:00 18 August 2017
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    Palästinensische Zivilisten und israelischer Soldat bei einer Protestaktion gegen jüdische Siedlungen in Nabi Saleh nahe Rammalah, August 2015

    Trotz UN-Resolution: Israel plant massiven Häuserbau im Westjordanland

    © REUTERS/ Mohamad Torokman
    Politik
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    Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Avigdor Lieberman haben dem Bau von 2.500 weiteren Häusern im Westjordanland grünes Licht gegeben, wie die israelische Zeitung „Haaretz“ am Dienstag schreibt.

    Die meisten Häuser sollen innerhalb der bereits bestehenden Wohnviertel errichtet werden. 100 Häuser sollen in Bet El gebaut werden, die restlichen in der benachbarten Siedlung Migron, hieß es. 

    Der UN-Sicherheitsrat hat am 23. Dezember 2016 eine Resolution verabschiedet, die Israel zum vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ost-Jerusalems auffordert. 14 Mitgliedsstaaten stimmten dem Entschluss zu. Die USA verzichteten auf ein Veto, wie es Israel gefordert hatte, und enthielten sich der Stimme. 

    Die Resolution bezeichnet die israelischen Siedlungen als Verletzung internationalen Rechts und als Hürde bei der Umsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung. Israel wies die Resolution als „schändlich und anti-israelisch“ zurück.

    Israel hatte während des Sechstagekrieges 1967 unter anderem das Westjordanland und den arabischen Ostteil von Jerusalem erobert. Die Palästinenser beanspruchen diese Gebiete als Teil eines künftigen eigenen Staates.

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    Tags:
    Resolution, Bau, Häuser, Sidlungen, Uno, Benjamin Netanjahu, Avigdor Lieberman, Palästina, Westjordanland, Israel
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