16:15 12 Juli 2020
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    AfD mit eigenem TV-Studio und Zeitung zur Bundestagswahl?

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    Die Führung der Alternative für Deutschland (AfD) hat zur Bundestagswahl ihr eigenes Programm aufgestellt, wozu auch Tabubrüche und Provokationen gezählt werden. Das berichtete das Magazin „Stern“ am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe.

    Alternative für Deutschland (AfD)
    © AFP 2020 / DPA / Julian Stratenschulte
    Um zu klären, dass die Partei in den Medien auch adäquat wahrgenommen wird, will die AfD-Spitze prüfen, ob sie den Medien künftig "Instrumente der Gegenmacht" entgegensetzen könne, wie zum Beispiel "ein eigenes TV-Studio, eigenen Radiosender, eine eigene Zeitung“ oder auch "Bücher AfD-freundlicher Autoren".

    Wie aus dem sogenannten 33 Seiten langen "AfD-Manifest 2017"  hervorgeht, kann die Partei mit zwölf bis 15 Prozent der Wählernstimmen rechnen. Das Papier wurde von der AfD-Führungsspitze angenommen  und als "vertraulich" eingestuft.

    In dem Papier hätten unter anderem die Prinzipien der AfD-Strategie bei der künftigen Bundestagswahl ihren Niederschlag gefunden. Demnach wolle sich die AfD an fünf Zielgruppen im Wahlkampf wenden: Eurokritiker, Liberal-Konservative, Protestwähler, Nichtwähler und Bürger mit geringem Einkommen.

    Andere Gruppen sind ihr den Angaben zufolge nicht interessant.  "Sie sind eher Zielscheiben als Zielgruppen für die AfD", zitiert die FAZ aus dem Papier. 

    Auch die Stellungnahme der AfD zu ihren politischen Gegnern spiegele sich im Programm wider. Der Union wolle die AfD demnach vorwerfen, sich unter Angela Merkel zu weit nach links bewegt zu haben. Die SPD sei im Gegenteil "längst nicht mehr die Partei der 'kleinen Leute'". Die Linkspartei sei keine Alternative mehr, sondern habe sich längst an die Altparteien angepasst. Nur die Grünen seien der einzige Gegner der AfD.

    Der neue Bundestag soll am 24. September 2017 gewählt werden.

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    Strategie, FAZ, Die Grünen, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Deutschland