22:44 27 November 2020
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    Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das Bestreben seines Landes bekräftigt, die Zusammenarbeit mit Deutschland zu erweitern und sich für eine globale Marktwirtschaft einzusetzen. Dies meldete die Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag.

    Der Nachrichtenagentur zufolge tauschten die Spitzenpolitiker am Mittwoch Mondneujahrsgrüße und ihre Meinungen zu den Beziehungen zwischen China und Deutschland beziehungsweise der EU sowie dem Weltgeschehen aus.

    Die internationale politische und wirtschaftliche Lage konfrontiere mit „einigen ungewissen Faktoren", sagte Li. Deshalb sollten die beiden Länder „stabile Signale" an die globalen Märkte senden und gemeinsam das bestehende internationale System durch Handel und Investitionsliberalisierung schützen.

    Im vergangenen Jahr haben sich die Beziehungen  zwischen China  und Deutschland dynamisch entwickelt und die bilaterale Zusammenarbeit habe positive Ergebnisse gebracht, so der chinesische Ministerpräsident.

    Zudem verwies Li auf die Wichtigkeit der G-20-Treffen,  indem er sagte, China sei bereit, mit der deutschen Seite enger zu kommunizieren, um zur erfolgreichen  Durchführung des bevorstehenden G-20-Gipfels in Hamburg  beizutragen.

    China sei „ein entschlossener Unterstützer der europäischen Integration" und hoffe darauf, dass Europa  auch in Zukunft stabil und  wohlhabend bleibe, so Li. Er persönlich freue sich auf die Zusammenarbeit mit Europa, die  die bilateralen Beziehungen  verbessern solle. 

    Laut der Nachrichtenagentur äußerte die Bundeskanzlerin, die deutsche Seite sei an der Erweiterung der bilateralen Beziehungen mit Peking in  Bereichen wie  internationale Beziehungen, Handel, neue Energiequellen und Elektrofahrzeuge interessiert. Außerdem habe sie  die Bereitschaft Deutschlands unterstrichen, die Zusagen der EU im Rahmen des Protokolls über den Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) zu fördern und die Verhandlungen über ein Investitionsabkommen zwischen China und der EU so früh wie möglich abzuschließen.

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    Tags:
    Wirtschaft, Investitionen, Zusammenarbeit, Angela Merkel, Li Keqiang, Deutschland, China