11:53 02 Dezember 2020
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    Der Henley Business School-Professor Ted Malloch, den der US-Präsident Donald Trump zum Botschafter seines Landes in der Europäischen Union ernennen will, rechnet nach eigenen Worten gegenüber der BBC mit einem Zerfall der Eurozone schon in den nächsten eineinhalb Jahren.

    Demnach könnte Großbritannien auch innerhalb von drei Monaten mit den USA „ein beide Seiten befriedigendes Handelsabkommen“ abschließen.

    „Ich möchte daran erinnern, dass ein Großteil der Deals über Fusion oder Erwerb von Unternehmen innerhalb von etwa drei Monaten geschlossen wird“, so Malloch. Seines Erachtens wäre der sogenannte „saubere“ oder „harte“ EU-Austritt Großbritanniens, das heißt, der Verzicht auf den Zugang zum gemeinsamen Markt zu früheren Modalitäten, die beste Variante für das Land.

    Sobald Großbritannien aus dem gemeinsamen Markt und der Zollunion ausgetreten sein werde, werde es, wie der Professor ergänzte, die „Brüsseler Bürokratie“ ignorieren und selbst Handelsabkommen schließen können. Jeder beliebige Versuch Brüssels, die Verhandlungen zwischen London und Washington zu blockieren, wäre dann ebenso absurd,  „als würde ein Mann versuchen, seiner Frau zu verbieten, sich einen Liebhaber zuzulegen“.

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    „Jene von uns, die in der Wall Street oder der Londoner City gearbeitet haben, wissen das: Setzt man die richtigen Leute, die gut informiert und energisch genug sind, und Trump besitzt zweifellos viel Energie, in das richtige Zimmer, kann man Ergebnisse erzielen“, fuhr der mögliche US-Botschafter in der EU fort.

    Die britische Premierministerin Theresa May wird laut Medienberichten als erster ausländischer Staatsgast Trump als neuen US-Präsidenten treffen. Am Freitag werde sie sich zu Gesprächen nach Washington begeben. Beide Politiker wollen dort unter anderem die Möglichkeit eines Handelsabkommens zwischen den USA und Großbritannien erörtern.

    Viele Außenhandelsexperten behaupten indes, ein „Abkommen innerhalb von 90 Tagen“ sei weit von der Realität entfernt, da London und Washington viele strittige Fragen erörtern müssten, darunter zu Lebensmittelimporten, Finanzdienstleistungen und Pharmaindustrie.

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    Tags:
    Brexit, Theresa May, USA, Großbritannien