10:47 23 Februar 2017
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    Der saudische König Salman und der stellvertretende Kronprinz Mohammed bin Salman

    Syrischer Abgeordneter: Saudis boten uns Geld für Abkehr von Assad an

    © REUTERS/ Faisal Al Nasser
    Politik
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    Saudi-Arabien soll versucht haben, syrische Abgeordnete zu bestechen, damit sie in die Opposition zur Regierung Baschar al-Assad wechseln. Der Abgeordnete Heir Dschassim an-Nadir hat Sputnik einige Details mitgeteilt.

    An-Nadir weilte am Freitag als Mitglied einer Delegation syrischer Oppositioneller in Moskau. Nach seinen Worten wurde der Bestechungsversuch im Haus des syrischen Botschafters in Riad unternommen. „Sie boten uns Häuser und Geld an. Sie boten uns einen offenen Scheck an, und wir dürften jede beliebige Summe darauf schreiben, wenn wir eine Kehrtwende machen.“  

    Er selbst habe das Angebot abgelehnt. „Wir stehen zu Syrien, zu unserem Land, zur ruhmesreichen syrischen Armee.“ Einige Syrer seien wegen Geldes nach Saudi-Arabien gefahren, sagte der Abgeordnete, ohne jedoch konkrete Namen zu nennen. „Ich hatte sogar einen saudischen Pass, doch ich habe alles hingeworfen und bin nach Syrien gefahren."

    In Syrien herrscht seit 2011 Krieg, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 280.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen von den USA unterstützte Rebellen, aber auch die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front und andere gegenüber.

    Kritiker werfen Saudi-Arabien vor, bewaffnete Assad-Gegner in Syrien zu unterstützen. Seit Ende Dezember gilt zwischen der Regierungsarmee und den Oppositionsgruppen eine Waffenruhe.

     

     

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    Tags:
    Saudi-Arabien, Syrien
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    Alle Kommentare

    • Denk mit!
      Der Mann hat Charakter !! Diese SAUDIS sind SAUIS ! Für GELD töten sie alle!
    • avatar
      Thomas
      Was bieten die für die REgierung Merkel an?

      Es können auch mehrere Staaten und weitere Interessenten zusammenlegen.

      Wär bei einer schicken Summe doch mal ein Rundschreiben für die Abgeordneten im Bundestag wert.
      Ersatz, der für Menschen den Schaden damit begrenzt, dass der bitte bis zur nächsten Bundestagswahl untätig dort sitzt, findet sich an jeder Ecke.
      Passender Artikel?
      www.jungewelt.de/2017/01-27/020.php
    • WienerKarl
      Man muss davon sprechen, dass die Saudis und ihre Verbündeten die Mörderbanden in Syrien nicht unterstützen, sie selber führen den Krieg in dem überfallennen Land, benützen diese Söldner nur als Werkzeug und gekaufte Syrer machen mit. Deshalb ist es die Aufgabe der UNO, die Saudis und ihre Verbündeten, ohne Ansehen und Stellung in der Welt, sofort vor ein Kriegsgericht zu bringen. Der neue Generalsekretär möge sich dies schleunigst hinter die Ohren schreiben und entsprechend handeln. Aber er tendiert offenbar dazu, das Geheul gegen Russland weiter zu beschleunigen.
    • zivilist
      Ja, und in westeuropa sind es eben die $$$ und der US Paß.

      Um Macht geht es und die ist auf Loyalität gegründet und da hat Syrien gerade einen ganz harten Test bestanden, bei dem die meisten Länder dieser Erde längst durchgefallen wären.

      Von Syrien werden wir noch hören, auch von Bashar Assad, sie werden noch eine wichtige Rolle spielen in der Region.
    • Piero Doldi
      Dass diese gesellschaftlich im Mittelalter stecken gebliebenen Patriarchen gerne einen islamistischen Nachbarstaat gehabt hätten, ist klar. Dass die Saudis auch garantiert alle Mittel einsetzten, um Syrien zu einem Gottesstaat zu machen, dürfte sicher sein. Es muß diese frauen- und auch menschenfeindlichen Potentaten furchtbar schmerzen, dass ausgerechnet orthodoxe Christen eine weitere Manifestation von Allahs Macht auf syrischem Boden verhinderten.

      Ein großer Unruheherd und Ausgangspunkt für die Region und die nichtislamische Welt wäre beseitigt, wenn eine beherzte Macht das saudische Machtzentrum eliminieren würde.
    • der15.FranzoseAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, Orthodoxe und Schiiten... noch schlimmer ging´s nimmer :)

      Deshalb wohl auch der Zinnober der sogenannten syrischen Opposition in Bezug auf die Bildung bzw. Beibehaltung eines säkularen Staatswesens in Syrien. Dort zustimmen zu müssen, das schmerzt diese Lohnsklaven dann doch zu sehr... der Lohn könnte ausfallen. Eventuell hat man sich doch schon zu sehr an diese Zuwendungen gewöhnt - bzw. die zweite, dritte oder vierte Frau eben, so etwas ist sehr teuer im Unterhalt :)
    • Malak Bremen Bosch
      Hallo USA tut sowas oft wie Europa das ist ganz normal nur so mal neben bei ,Merkel tat es auch aber sie bietet kein Geld an sondern angeblich Lockerung der Wirtschaft oder Hoffnung auf eu Beitritt,das tat Merkel bei Ukraine ,und in der Türkei,,aber ihr Wort war am Ende nur Lüge ,Türkei war nicht blöd und hatt es sofort erkannt,aber Ukraine kapiert es bis heute nicht das die verascht wurden sind
    • avatar
      hihardtAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi,
      da bin ich völlig Ihrer Meinung. Und den Saudis liefern wir auch noch Waffen, damit sie ihr teuflisches Spiel weiter treiben können.
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