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    Der saudische König Salman und der stellvertretende Kronprinz Mohammed bin Salman

    Syrischer Abgeordneter: Saudis boten uns Geld für Abkehr von Assad an

    © REUTERS/ Faisal Al Nasser
    Politik
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    Saudi-Arabien soll versucht haben, syrische Abgeordnete zu bestechen, damit sie in die Opposition zur Regierung Baschar al-Assad wechseln. Der Abgeordnete Heir Dschassim an-Nadir hat Sputnik einige Details mitgeteilt.

    An-Nadir weilte am Freitag als Mitglied einer Delegation syrischer Oppositioneller in Moskau. Nach seinen Worten wurde der Bestechungsversuch im Haus des syrischen Botschafters in Riad unternommen. „Sie boten uns Häuser und Geld an. Sie boten uns einen offenen Scheck an, und wir dürften jede beliebige Summe darauf schreiben, wenn wir eine Kehrtwende machen.“  

    Er selbst habe das Angebot abgelehnt. „Wir stehen zu Syrien, zu unserem Land, zur ruhmesreichen syrischen Armee.“ Einige Syrer seien wegen Geldes nach Saudi-Arabien gefahren, sagte der Abgeordnete, ohne jedoch konkrete Namen zu nennen. „Ich hatte sogar einen saudischen Pass, doch ich habe alles hingeworfen und bin nach Syrien gefahren."

    In Syrien herrscht seit 2011 Krieg, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 280.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen von den USA unterstützte Rebellen, aber auch die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front und andere gegenüber.

    Kritiker werfen Saudi-Arabien vor, bewaffnete Assad-Gegner in Syrien zu unterstützen. Seit Ende Dezember gilt zwischen der Regierungsarmee und den Oppositionsgruppen eine Waffenruhe.

     

     

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    Tags:
    Saudi-Arabien, Syrien
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