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01:41 18 Oktober 2019
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    Spaniens Wirtschaftsminister: Trumps Politik eröffnet Europa neue Chancen

    © AFP 2019 / William Edwards
    Politik
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    „Europa ist ein freier Wirtschafts- und Handelsraum. Irgendwo in der Welt hält man das für unwichtig – es ist logisch, dass sich für Europa neue Möglichkeiten eröffnen, und es muss sie auch nutzen“, sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos im Vorfeld eines Treffens der EU-Wirtschafts- und Finanzminister in Brüssel.

    „Zollgebühren loszuwerden, einen einheitlichen Zolltarif festzulegen und den Welthandel zu fördern – das gehört zur DNA der EU, und deshalb werden wir das alles verteidigen, egal was andere wollen. Und wir werden dann sehen, wie das praktisch aussehieht“, wird de Guindos von der Nachrichtenagentur Europa Press zitiert.

    US-Präsident Donald Trump hatte in letzter Zeit mehrere Absichten zur Verteidigung der US-Wirtschaft zum Ausdruck gebracht. Am Montag unterzeichnete er beispielsweise einen Erlass über den Austritt aus der Transpazifischen Partnerschaft, in deren Rahmen zuvor die Bildung eines Freihandelsraums im Asien-Pazifik-Raum geplant gewesen war. Auf die Pazifikländer entfallen etwa 40 Prozent der Weltwirtschaft und ein Drittel des Welthandels. Einige Experten führen diesen Beschluss Trumps auf den weltweiten Trend zum Protektionismus zurück.

    Mehr zum Thema: Trump versetzt Deutschland in große Sorge

    Der spanische Minister schlug zudem vor abzuwarten, „wie konkrete Maßnahmen“ der neuen US-Administration in die Tat umgesetzt werden, „und nicht vorzeitig und auch nicht überzogen zu reagieren“.

    „Protektionismus ist kein Ausweg: Es sieht nur so aus, als er würde das Land schützen, aber dadurch werden auch dritte Länder beeinflusst, die später darauf reagieren. Man kann in einen Strudel geraten, der für niemanden wünschenswert ist und dazu führen könnte, dass wir alle verlieren“, warnte de Guindos.

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    Tags:
    EU, Donald Trump, USA