03:27 19 Oktober 2018
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    US-Zerstörer USS ZumwaltAtom-Raketenkreuzer „Pjotr Weliki“

    So würde ein Seegefecht der stärksten Kriegsschiffe der USA und Russlands ausgehen

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    Das US-Journal „The National Interest“ (NI) hat den Ausgang eines möglichen Gefechts zwischen dem neuesten amerikanischen Zerstörer „Zumwalt“ und dem russischen Kreuzer der Kirow-Klasse, „Pjotr Weliki“, analysiert und betont, dass keines der beiden Schiffe in einem solchen Kampf im Vorteil sein würde.

    Der NI-Journalist Kyle Mizokami vergleicht in seinem Artikel die stärksten Kriegsschiffe der USA und Russlands miteinander, um herauszufinden, wer in einem Zweikampf auf hoher See stärker sein würde. Wie er betont, besitzt die „USS Zumwalt“ (eines von drei Schiffen der Zumwalt-Klasse, benannt nach Admiral Elmo. R. Zumwalt) eine Wasserverdrängung von über 15.000 Tonnen, sie entwickelt eine Geschwindigkeit von 30 Knoten (ca. 55 Kilometer pro Stunde), ist nach dem Tarnkappenprinzip gebaut und mit Schiffskanonen vom Kaliber 155 Millimeter, mit Tomahawk-Marschflugkörpern für Landzielangriffe, mit Seezielflugkörpern des Typs ASROC und Raketen des Typs Evolved Sea Sparrow Missile (ESSM) für die Nahbereichsflugabwehr bewaffnet.

    Mizokami stellt die hochmoderne „USS Zumwalt“ dem fast 30 Jahre alten russischen atomgetriebenen schweren Kreuzer „Pjotr Weliki“ (benannt nach dem russischen Kaiser Peter dem Großen) gegenüber. Der Autor betont, die Bewaffnung dieses Schiffes sei durchaus effektiv, besonders lobt er dessen Flugabwehrsysteme. Die Wasserverdrängung betrage 24.000 Tonnen, die Geschwindigkeit bis zu 32 Knoten (ca. 59 Kilometer pro Stunde). Die „Pjotr Weliki“ sei mit Marschflugkörpern des Typs P-700 Granit und Fliegerabwehrkomplexen des Typs S-300 Fort, Kinschal und Kortik ausgerüstet.

    Sollten sich die Schiffe auf hoher See in maximaler Entfernung für die Zielerfassung für russische Raketen – bis auf etwa 500 Kilometer – nahekommen, so wäre das amerikanische Schiff laut dem Autor wegen seiner Tarnkappentechnologie im Vorteil. Die Möglichkeiten des russischen Schiffes, den Gegner zu entdecken und einen Raketenschlag zu führen, würden vom Funktionieren der Schiffsradarsysteme abhängen. Die riesige „Zumwalt“ würde auf dem Radar nur als kleiner Fischkutter zu erkennen sein.

    Indes sei der amerikanische Zerstörer nicht mit Seezielflugkörpern des Typs Harpoon ausgestattet, weshalb er sich dem Gegner, um ihn zu treffen, mindestens bis auf 130 Kilometer annähern müsste. Und selbst aus dieser Entfernung könnte er aus seinen 155-Millimeter-Schiffskanonen den manövrierfähigen Gegner nur schwer treffen. Indes wäre es auch für das russische Schiff schwer, mit seinen Seezielflugkörpern Granit die „Zumwalt“ zu treffen, da sie nur schwach auf dem Radarbildschirm zu erkennen sei und zudem ein starkes Raketenabwehrsystem besitze, das die russischen Raketen gewiss abfangen könnte.

    Letztendlich würde keines der beiden Schiffe in einem hypothetischen Seegefecht deutliche Vorteile besitzen, resümiert Kyle Mizokami in seinem Artikel. 

    Zudem erwähnt er, dass der neueste Zerstörer der Zumwalt-Klasse den US-Seestreitkräften bereits Kopfschmerzen bereite. Erstes sollen wegen der hohen Kosten lediglich drei von ursprünglich 32 geplanten Schiffen gebaut werden. Zweitens musste das erste Schiff dieser Klasse wegen eines Schadens beim Durchfahren des Panama-Kanals bereits in ein Reparaturdock.

     

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    Analyse, Seegefecht, Kriegsschiffe, USS Zumwalt, Atom-Raketenkreuzer Pjotr Weliki, The National Interest“ (NI), Russland, USA