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    Ob und wie Russland und China einen „Atomkrieg überleben“? - US-Geheimdienste prüfen

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    START-Vertrag (287)
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    Die US-Geheimdienste und das Strategische Kommando der US Army (STRATCOM) untersuchen die Fähigkeit der russischen und chinesischen Behörden, einen Atomangriff zu überleben, wie Bloomberg am Montag berichtete. Diese Analyse wurde noch unter Barak Obama beschlossen und vom Kongress unterstützt.

    Die Kongressabgeordneten erklärten demnach ihre Unterstützung aus Misstrauen gegenüber den russischen Behörden und Besorgnis wegen Chinas wachsender militärischer Stärke.

    Der nationale Nachrichtendienst der USA und STRATCOM würden die Möglichkeiten der beiden Länder untersuchen, nach einem atomaren Angriff weiter zu funktionieren. Die Analyse beinhalte dann Position und Beschreibungen unterirdischer Leitungen und Einrichtungen, die politische und militärische Bedeutung haben. Auf dieser Liste sollen Objekte stehen, aus denen die Führungskräfte Russlands und Chinas ihre Länder im Fall einer Krise oder eines Krieges weiter steuern könnten.

    In seinem ersten Interview nach dem Amtseintritt hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, eine Schwächung oder gar Aufhebung der antirussischen Sanktionen könnte an den Abschluss eines bilateralen Abkommens über die Reduzierung der Atomwaffen gebunden werden. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow antwortete damals, dass es aus Sicht der Experten kaum möglich sein werde, solche Fragen miteinander zu verknüpfen.

    Wie früher berichtet wurde, hatte Trump eine ähnliche Analyse in seinem eigenen Land machen lassen. Der neue Präsident will also wissen, ob das nukleare Potential der USA den gegenwärtigen Bedrohungen in der Welt entspricht.

    Im April 2010 hatten Russland und die Vereinigten Staaten ein Abrüstungsabkommen über Maßnahmen zur weiteren Reduzierung und Begrenzung der strategischen Angriffswaffen (New-START-Vertrag – Anm. d. Red.) unterzeichnet. Der Vertrag trat im Februar 2011 in Kraft. Das Dokument sieht die Reduzierung der Anzahl von nuklearen Sprengköpfen von 2200 auf je 1.550 Stück und deren Lieferfahrzeuge auf 700 Einheiten für jede Seite vor. Der Vertrag gilt zehn Jahre mit einer möglichen Verlängerung um weitere fünf Jahre.

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    Tags:
    Nuklearkrieg, Abrüstung, Atomwaffen, New-START-Vertrag, STRATCOM, Donald Trump, Dmitri Peskow, USA, Russland, China