07:27 18 November 2019
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    Philippinen: Duterte säubert Polizei-Reihen statt gegen Drogen zu kämpfen

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    Die philippinische Drogenpolizei soll wegen ihrer berüchtigten Brutalität aufgelöst werden, wie Reuters am Sonntag meldet. Trotzdem will Präsident Rodrigo Duterte seinen entschlossenen Drogenkampf nicht aufgeben.

    Der Mord des 53-jährigen südkoreanischen Unternehmer Jee Ick-joo im philippinischen Angeles City im Oktober 2016 gilt als Anlass für diese Entscheidung. Einige Menschen, darunter auch Drogen-Polizisten selbst, hatten den Koreaner aus seinem Haus kidnappt und später getötet. Dieser Befugnismissbrauch hat Duterte „in Verlegenheit gesetzt", so Reuters.

    Die Auflösung der Drogenpolizei sei zwar wichtig für die Umgestaltung, gefährde aber die Drogen-Kampagne, teilte der philippinische Polizeichef Ronald dela Rosa mit.

    „Passt auf! Wir kämpfen jetzt nicht gegen Drogen, sondern gegen Gesindel", so Dela Rosa bei einer Pressekonferenz am 23. Januar.

    Duterte und Dela Rosa sollen „definitiv diese Morde stoppen", appellierte derweil der philippinische Senator Leila De Lima.

    Seit seinem Amtsantritt im Mai 2016 setzt sich Duterte für eine Säuberung des Landes von drogenabhängigen Menschen und Dealern ein. Im vorigen Jahr waren von 101 Millionen Einwohnern circa drei Millionen drogensüchtig, in armen Bezirken erreichte ihr Anteil gar bis zu 35 Prozent. Ein Gramm Methamphetamin kostet auf dem Schwarzmarkt nur 22 Dollar.

    Seine Anti-Drogen-Kampagne hatte Duterte noch als Bürgermeister der Millionenstadt Davao City begonnen. Seitdem sind nach Polizeiangaben 2.400 Menschen aus dem Drogenmilieu getötet worden. Die Weltöffentlichkeit hat den Präsidenten für seine Methoden im Drogenkampf mehrfach kritisiert.

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    Polizeigewalt, Polizei, Drogen, Reuters, Rodrigo Duterte, Philippinen