11:37 06 Dezember 2019
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    Ukrainischer General: Kiew könnte Sewastopol für restliche Krim opfern

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    Politik
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    Kiew könnte Russland für eine „Übergangsperiode“ Sewastopol überlassen, um die Halbinsel Krim zurückzugewinnen, wie der ukrainische Ex-Vizegeneralstabschef Generalleutnant Juri Dumanski am Montag in einem Interview mit dem ukrainischen Portal „Apostroph“ äußerte.

    „Wir könnten (Russland – Anm. d. Red.) zum Beispiel Sewastopol, jene wichtige Stadt, in der die russische Schwarzmeer-Flotte stationiert ist, für eine Übergangsperiode überlassen“, so Dumanski.

    Wie Dmitri Belik, Abgeordneter der Staatsduma (Russlands Parlamentsunterhaus), kommentierte, könne von einem Geschäft in Bezug auf die Krim sowie Sewastopol eigentlich gar keine Rede sein.

    „Sewastopol ist die Stadt, wo der russische Frühling begonnen hat. Mehr als 200 Jahre dient sie als Vorposten Russlands im Schwarzen Meer. Sie wird weder getauscht noch verkauft. Das betrifft auch die ganze Krim“, so Belik.  

    Bei dem Volksentscheid am 16. März 2014 über den künftigen Status der Halbinsel Krim und der Stadt Sewastopol hatten 96,77 Prozent bzw. 95,6 Prozent für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Am 18. März 2014 war der Vertrag über die Wiedervereinigung unterzeichnet worden. Trotz des Volksentscheids betrachtet die Ukraine die Krim weiterhin als Teil ihres Territoriums. Die Resultate des Krim-Referendums haben auch die meisten EU- und Nato-Staaten nicht anerkannt und stattdessen Sanktionen gegen Russland verhängt.

    In Moskau besteht man darauf, dass die Verfahrensweise bei der Aufnahme der Region in den Bestand Russlands den Normen des Völkerrechts entsprochen habe. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist die Krim-Frage „endgültig geschlossen“.

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    Tags:
    Schwarzmeerflotte, EU, NATO, Wladimir Putin, Juri Dumanski, Schwarzes Meer, Krim, Ukraine, Russland