12:31 26 Januar 2020
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    Sollte Kiew die ukrainische Sprache zur alleinigen Amtssprache erklären, wird sich das westukrainische Gebiet Transkarpatien durch eine Mauer von der Ukraine abschotten müssen, wie Sergej Ratuschnjak, früherer Bürgermeister von Uschgorod, Transkarpatiens Hauptstadt, am Montag auf Facebook schrieb.

    Die Erklärung des Ukrainischen zur alleinigen Amtssprache sei „ein Weg zu Konfrontation und Widerstand“, schrieb Ratuschnjak. „Sollte Kiew weiterhin solche Gesetze voranbringen, bleibt uns nichts anderes übrig, als im Trump-Stil Mauern zu errichten – auf der Krim, im Donbass, in Tscherniwzi, in Odessa und Lwiw – um sich vor der verhassten Kiewer Führung abzuschotten“, so der Politiker. 

    Der Rada-Abgeordnete Igor Luzenko hatte jüngst gesagt, die patriotischen Kräfte der Ukraine würden das „Gesetz über die Amtssprache“ unterstützen. Politiker, die die Amtssprache nicht beherrschen, sollten schweigen, forderte er.

    Die Gesetzesinitiative über die Amtssprache ist am 21. Januar in die Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) eingebracht worden. Die Vorlage ist von 33 Abgeordneten fraktionsübergreifend erarbeitet worden. Demnach ist es vorgesehen, Ukrainisch in allen staatlichen Stellen und Bildungseinrichtungen als Amtssprache verpflichtend einzuführen. Außerdem soll bei allen öffentlichen Events, in den Medien, im Verlagswesen und im Dienstleistungssektor ausschließlich die ukrainische Sprache verwendet werden. Die Verwendung des Russischen und der Sprachen von Minderheiten soll unter Strafe verboten werden.

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    Tags:
    Transkarpatien, Ukraine