16:59 20 August 2018
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    Reichstag in Berlin

    Deutschlands Transatlantik-Koordinator stellt künftige US-Rolle in der Welt in Frage

    © AFP 2018 / JOHN MACDOUGALL
    Politik
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    Der Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit, Jürgen Hardt, reist am Montag zu Gesprächen nach Washington, um dort mehrere Verhandlungen mit den Vertretern der neuen US-Präsidialverwaltung zu führen. Dies verlautet aus dem Pressedienst des Auswärtigen Amtes.

    „Ich werde bei meinen Gesprächen im Senat, im Abgeordnetenhaus und mit Vertretern der neuen Administration auf unsere Vorbehalte gegenüber dieser aktuellen Politik des Präsidenten hinweisen“, erklärte Hardt die Ziele seiner Dienstreise. „Dabei werde ich unsere Erwartung zum Ausdruck bringen, dass bei der Einreise alle Deutschen gleich behandelt werden – unabhängig von möglichen Zweitstaatsbürgerschaften“, so der Transatlantik-Koordinator weiter.

    Mit seinem jüngsten Erlass über das Einreiseverbot für Flüchtlinge aus sieben muslimischen Ländern schaffe Trump, so Hardt, „Unsicherheit hinsichtlich des weiteren Weges der USA und damit auch hinsichtlich der zukünftigen Rolle der USA in der Welt“.

    Der Koordinator wolle auch die Zukunft der Nato erörtern und sicherstellen, dass die USA weiter voll zur Allianz und zu ihren eigenen Bündnisverpflichtungen stehen.

    Mit Sorge erwartet Hardt den Zeitpunkt, an dem sich die gegenwärtig noch gute Stimmung an den Börsen angesichts der Politik Donald Trumps ändern werde. „Denn ein Amerika, das sich abschottet, wird auch kein guter Markt für Investoren mehr sein. Spätestens dann, so hoffe ich, wird der neue Präsident einsehen, dass er sein Land mit der bloßen, plakativen Umsetzung von Wahlversprechen in Schwierigkeiten bringt“, schloss Hardt.

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    Tags:
    Wahlversprechen, Umsetzung, Investoren, Unsicherheiten, Rolle, Verhandlungen, NATO, Donald Trump, Deutschland, USA
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