05:44 25 Januar 2020
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    Vor dem Hintergrund des Terrorschutz-Dekrets des US-Präsidenten Donald Trump will Teheran entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Interessen seiner Bürger im Ausland ergreifen, wie die Agentur „Mehr“ am Dienstag mitteilt.

    „Der Iran bereitet eine entsprechende Antwort auf das US-Vorgehen vor“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Bahram Ghasemi.   

    Für die Lösung von Fragen, die mit im Ausland lebenden Iranern zusammenhängen, solle im iranischen Außenministerium ein Sonderausschuss gebildet werden.

    „Einer der Schritte war die Bildung eines Ausschusses im Rahmen des Ministeriums, der eine Reihe von Organisationen und das Außenministerium selbst mit einschließt“, so Ghasemi.

    Der Ausschuss sei bereits tätig und soll entsprechende Lösungen finden. Laut Ghasemi hat das Komitee am Sonntag und Montag Instruktionen vorbereitet, die an iranische Botschafter im Ausland verschickt werden sollen.

    „Diese Instruktionen betreffen die Ehre und Würde der Iraner, die im Ausland leben, und besonders jener, die in den USA wahrscheinlich mit Schwierigkeiten konfrontiert werden.“

    Trumps Terrorschutz-Dekret löste unterschiedliche Reaktionen sowohl in den USA als auch weltweit aus. So wollen die Demokraten den Gesetzentwurf dem US-Senat zur Erörterung vorlegen, der ermöglichen könnte, das Dekret außer Kraft zu setzen. Die Generalstaatsanwälte von 15 US-Bundestaaten bezeichneten Trumps Erlass als „illegitim“.     

    Am Freitag hatte Donald Trump den Erlass „Über den Schutz der Nation vor der Einreise ausländischer Terroristen“ unterzeichnet und somit das gesamte Regierungsprogramm zur Aufnahme von Flüchtlingen aus anderen Ländern für 120 Tage ausgesetzt. Außerdem dürfen Bürger einiger vorwiegend muslimischer Länder für mindestens 90 Tage nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen. Nach Angaben der Agentur Reuters betrifft das die Bürger aus dem Irak, dem Iran, dem Jemen, Libyen, Somalia, dem Sudan und Syrien.

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    Tags:
    Gegenmaßnahmen, Terroranschlag, Agentur Mehr, Bahram Ghasemi, Donald Trump, Somalia, Sudan, Jemen, Iran, Libyen, Syrien, Irak, USA