02:10 19 Januar 2018
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    Saudische Fregatte in Flammen: Huthi-Rebellen sprengen „Aggressor-Schiff“ – VIDEO

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    Huthi-Rebellen haben am Montag ein saudisches Kriegsschiff vor der Küste Jemens angegriffen, wie die Agentur Reuters unter Verweis auf eine saudische Nachrichtenagentur mitteilt. Das Video von der Attacke wurde später im Internet veröffentlicht.

    Der Vorfall ereignete sich demnach in der Nähe der jemenitischen Hafenstadt Hodeida am Roten Meer. Die Huthi-Rebellen behaupten Medienberichten zufolge, die saudische Fregatte sei von einer ballistischen Rakete getroffen worden. Wie eine anonyme Quelle gegenüber dem Fernsehsender Al-Masirah sagte, richtete sich die Attacke gegen ein „Kriegsschiff des Aggressors“, der in Angriffe auf jemenitische Städte und Fischer verwickelt gewesen sei.

    Das saudische Militär hat den Vorfall ebenfalls bestätigt, die Attacke jedoch komplett anders geschildert: Der „Terroranschlag“ sei von drei „Selbstmord-Booten“ ausgeführt worden. Zwei Boote konnten demnach abgewehrt werden, das dritte habe sein Ziel jedoch erreicht und sei am Schiffheck explodiert. Die Schiffsbesatzung konnte Medienberichten zufolge den Brand unter Kontrolle bringen.

    „Das saudische Schiff patrouillierte westlich vom Hafen Hodeida, als es von Terroristen auf drei Booten angegriffen wurde. Die Angreifer waren Huthi-Rebellen“, zitiert Reuters eine Erklärung des saudischen Militärkommandos im Jemen.

    Mindestens zwei Marinesoldaten sollen bei der Attacke ums Leben gekommen sein, drei weitere wurden Medienberichten zufolge verletzt.

    Saudi-Arabien und seine Verbündeten im Persischen Golf haben seit März 2015 Tausende Luftangriffe auf dem jemenitischen Territorium ausgeführt. Ziel des Einsatzes ist die Wiederherstellung der Macht der Regierung des Präsidenten Abed Rabbo Mansura Hadi, die von den Huthi-Rebellen gestürzt wurde. Im Bürgerkrieg zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten sunnitischen Regierung und den schiitischen Huthi-Rebellen sind seit März 2015 Medienberichten zufolge mehr als 5.000 Zivilisten getötet worden.

    Im Jemen dauert seit 2014 ein bewaffneter Konflikt an. Die Huthi-Rebellen der schiitischen Bewegung „Ansar Allah“ und ein Teil der zu dem jemenitischen Ex-Präsidenten Ali Abdullah Saleh loyalen Armee bekämpfen dabei die Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi treuen Regierungstruppen und Aufständischen.

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    Rebellen, Huthi, Selbstmordanschlag, Boote, Rakete, Kriegsschiffe, Saudi-Arabien, Jemen