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    Nord Stream 2 gas pipeline construction project

    Schweden macht Weg frei für Nord Stream 2

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    Stockholm hat grünes Licht für die Nutzung des Hafens Karlshamn im Süden Schwedens zur Verlegung der Gaspipeline Nord Stream 2 gegeben, wie die schwedische Außenministerin Margot Wallström am Dienstag mitteilte.

    Laut Medienberichten hat Stockholm nichts dagegen, dass die Nord Stream AG „Röhre im Hafen ablagert“.  Wie Wallström mitteilte, hatte die schwedische Regierung eine Reihe von Maßnahmen getroffen. Die Nutzung des Hafens Karlshamn beeinträchtige auch nicht die nationalen Interessen.

    Noch am Dienstag soll der Gemeinderat von Karlshamn als letztes Organ seine finale Zustimmung für den Bau der Gaspipeline geben.

    Obwohl Stockholm seine Position zu dieser Frage geändert hatte, machte Peter Hultqvist, der Sprecher des schwedischen Verteidigungsministers, klar, dass die Beurteilung der Regierung unverändert bleibe.    

    Im Dezember hatten die örtlichen Behörden der Ostsee-Insel Gotland und der Stadt Karlshamn mitgeteilt, sie würden auf die Kooperation mit dem russischen Gaskonzern Gazprom verzichten. Diese Entscheidung sollen sie nach Verhandlungen mit Stockholm getroffen haben. Zuerst wollten sie der Zusammenarbeit mit Nord Stream zustimmen.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei Strängen mit einer Gesamtleistung von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr von der russischen Ostseeküste auf dem Grund der Ostsee nach Deutschland vor. Die Partner – Engie, Gazprom, OMV, Shell, Uniper und Wintershall – hatten beim deutschen und beim polnischen Kartellamt die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zum Bau der Pipeline beantragt. Berlin stimmte zu, Warschau lehnte ab. 

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    Verlegung, Gaspipeline, Wintershall, Uniper, Shell, OMV, Gazprom, Engie, Margot Wallström, Ostsee, Deutschland, Russland, Schweden