00:41 19 Juni 2019
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    Teheran reagiert auf Trumps Terrorschutz-Dekret: Keine Visa mehr für US-Bürger

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    Als Antwortmaßnahme auf das von Washington verhängte zeitweilige Einreiseverbot für Bürger des Iran und weiterer sechs muslimischer Länder stellt Teheran die Ausstellung von Visa für US-Bürger ein. Das teilte der iranische Außenminister Dschawad Sarif am Dienstag mit.

    Wie AP meldet, hat Sarif zugleich Ausnahmen von dieser Neuregelung nicht ausgeschlossen. Jede solche Ausnahme solle „unter Anwendung von im Außenministerium entwickelten Mechanismen“ erwogen werden, so der Minister.

    Das iranische Verbot sei nicht rückwirkend; Amerikaner, die ein geltendes iranisches Einreisevisum besitzen, seien im Land willkommen.

    Donald Trumps neues Terrorschutz-Dekret sieht vor, die Einreise von Flüchtlingen aus Konfliktzonen in die USA einzuschränken. Mit dem Dokument wird bezweckt, keine radikalen Islamisten ins Land zu lassen. Es stoppt die Flüchtlingsaufnahme aus Syrien für unbestimmte Zeit, aus anderen Ländern für 120 Tage. Außerdem verbietet es Bürgern aus besonders gefährdeten Ländern die Einreise in die USA für 90 Tage.

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    Tags:
    US-Bürger, Einreiseverbot, AP, Mohammed Dschawad Sarif, Iran, USA, Washington