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    Angela Merkel und Petro Poroschenko bei seinem Deutschland-Besuch am 30. Januar 2017

    Kehrtwende? Berlin erkennt Poroschenkos Kalkül hinter Eskalation in Ost-Ukraine – SZ

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    Kein Frieden im Donbass (2017) (211)
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    Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ist die Bundesregierung sich im Klaren, dass Kiew mit der absichtlichen Verschärfung der Donbass-Krise vermutlich ein Signal an Trump senden möchte.

    „Nach Berliner Informationen, die sich unter anderem auf Berichte der OSZE-Mission in der Ostukraine stützen, versuchen derzeit vor allem ukrainische Militärs, den Frontverlauf zu ihren Gunsten zu verschieben. Offenbar nehmen sie dabei auch in Kauf, dass sich die Spannungen erhöhen, heißt es in Berliner Regierungskreisen“, schreibt die Zeitung.

    In der Bundesregierung nehme man „sehr genau und mit wachsender Sorge“ wahr, dass daran in verstärktem Maße auch die ukrainische Seite des Konflikts Schuld trägt.

    Dahinter könne nach Meinung der deutschen Regierung ein Kalkül stecken: Die Pläne des neuen US-Präsidenten Donald Trump einer Lockerung der Sanktionen gegen Russland zu untergraben. „Nach Berliner Lesart will Poroschenko so ziemlich alles versuchen, um ein Ende der Sanktionen gegen Russland zu verhindern“, so das Blatt.

    Dabei sei die Bundesregierung besorgt, dass Kiews „Kalkül“ so oder so kontraproduktive Folgen nach sich ziehen werde: „So könnte Trump die Sanktionen unabhängig von der Lage an der Kontaktlinie lockern. Und dann hätte Kiew doppelt den Schaden: eine Lageverbesserung für Russland bei gleichzeitiger Verschärfung des Konflikts in der Ostukraine.“

    Ob es gelingen werde, Kiew davon abzubringen, traue sich in Berlin niemand vorherzusagen.

     

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    Tags:
    OSZE, Donald Trump, Petro Poroschenko, Angela Merkel, Donbass, Berlin, Deutschland, Ukraine