11:12 27 November 2020
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    Bei einer Großrazzia gegen die islamistische Szene in Hessen hat die Polizei am Mittwochmorgen mehr als 50 Gebäude durchsucht und einen Tunesier festgenommen, wie deutsche Medien berichten.

    Die Durchsuchungen richteten sich gegen 16 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 46 Jahren, meldete dpa. Der festgenommene 36-jährige Tunesier soll seit August 2015 als Anwerber und Menschenschmuggler für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS, auch Daesh) tätig gewesen sein, hieß es. Er steht auch im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben. Ein konkretes Anschlagsziel gebe es jedoch nicht, die Vorbereitungen hätten sich noch in der Frühphase befunden. 

    Wie das hessische Landeskriminalamt mitteilte, wurden 54 Wohnungen, Geschäftsräume und Moscheen in ganz Hessen durchsucht, unter anderem in Frankfurt, Offenbach, Darmstadt und Wiesbaden. 1100 Beamte seien dabei im Einsatz gewesen. 

    „Mit den Maßnahmen senden wir eine deutliche Botschaft an die radikalen Islamisten in Hessen: Wir haben die Szene fest im Blick“, kommentierte der hessische Innenminister Peter Beuth den Großeinsatz. 

    Bereits am Dienstagabend waren bei einer Razzia in mehreren Wohnungen und einer Moschee in Berlin drei Terrorverdächtige verhaftet worden.

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    Tags:
    Polizei, Islamisten, Tunesier, Festnahme, Terrorverdächtige, Razzia, Terrormiliz Daesh, Hessen, Deutschland