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    Das libysche Militär schickt 70 Soldaten zur medizinischen Behandlung nach Russland, wie das Parlament des Landes am Donnerstag mitteilt. Die Männer sind im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) verletzt worden. Über 400 weitere verwundete Soldaten sollen folgen.

    Eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Ländern ermögliche die Behandlung libyscher Soldaten in der Russischen Föderation, sagte der Vorsitzende des libyschen Parlaments. Ein libyscher Armeesprecher bestätigte, die Behandlung der ersten 70 Soldaten in Russland sei der erste Schritt bei der Umsetzung dieses Abkommens.

    „Laut der Vereinbarung sollen insgesamt 500 Armeeangehörige in Russland medizinisch versorgt werden“, so der Vertreter der libyschen Armee. Die Soldaten hätten unter dem Oberbefehl von Chalifa Haftar gegen die Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ gekämpft, hieß es.

    Die libysche Nationalarmee unter dem Oberbefehl von Chalifa Haftar unterstützt das libysche Parlament, welches in der Stadt Tobruk im Osten des Landes seinen Sitz hat. Die von den Vereinten Nationen geförderte Regierung in Tripolis unterstützt die Nationalarmee nicht. Die Truppen von Chalifa Haftar bekämpfen den IS in der nordlibyschen Stadt Bengasi. Im vergangenen Jahr hatte Haftar die russische Hauptstadt zu Gesprächen mit dem Außen- und Verteidigungsministerium sowie mit dem russischen Sekretär im UN-Sicherheitsrat besucht.

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    Tags:
    Terrorismus, Terrormiliz Daesh, Russland, Libyen