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    Ölgewinnung in Russland (Symbolbild)

    Lukaschenko will ohne russisches Öl auskommen

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    Politik
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    Weißrussland kommt auch ohne russisches Erdöl aus, sollte auf der anderen Waagschale die Unabhängigkeit liegen, wie der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko am Freitag auf einer Pressekonferenz in Minsk erklärte. Er versicherte, dass die Kürzung der russischen Lieferungen durch Importe aus anderen Staaten wettgemacht werde.

    „Warum uns bis ins Mark treffen? Warum uns an der Gurgel packen? Auch ohne das russische Öl werden wir gewiss auskommen können. Wir werden es sehr schwer haben“, so Lukaschenko.  „Jarowslaw (Romatschuk, ehemals Präsidentschaftskandidat und bekannter liberaler Wirtschaftsexperte – Anm. d. Red.) wird sagen, das sei unrentabel, uneffektiv, doch die Freiheit, die Unabhängigkeit – das ist sehr rentabel und wird weder in Geld noch in Zahlen gemessen“, betonte er.

    „Es ist kaum vergleichbar, wenn auf einer Waagschale die Unabhängigkeit liegt, auf der anderen aber russisches, iranisches, aserbaidschanisches oder amerikanisches Erdöl. Wir werden trotzdem einen Ausweg finden. Leider begreift man das in Russland nicht“, fuhr Lukaschenko fort.

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    Der Öl- und Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland war laut Medienberichten Anfang 2016 ausgebrochen, als sich Minsk über ungerechte Preise für russisches Gas beschwerte und auf Eigeninitiative fortan einen niedrigeren Preis zahlte. Moskau habe daraufhin seine zollfreien Öllieferungen nach Weißrussland reduziert, was mit der unzureichenden Bezahlung für die russischen Gaslieferungen und ebenso mit den unvollständigen Lieferungen von Erdölprodukten nach Russland motiviert worden war. Im vergangenen Oktober hatten sich beide Seiten, ohne auf Details einzugehen, auf einen Kompromiss geeinigt. Die Streitigkeiten sind allerdings noch nicht wirklich beigelegt.

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    Tags:
    Erdöl, Alexander Lukaschenko, Weißrussland, Russland