21:52 05 August 2020
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    Europas Flüchtlingsdeals (141)
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    Die EU-Staatschefs haben beschlossen, den Migrantenfluss nach Europa einzustellen, wie aus einer gemeinsamen Erklärung auf dem informellen EU-Gipfeltreffen in der maltesischen Hauptstadt Valletta bekannt wurde.

    „Der zentrale Bestandteil einer stabilen Migrationspolitik ist die Gewährleistung einer effektiven Kontrolle unserer äußeren Grenzen und die Einstellung des illegalen Zustromes (von Flüchtlingen – Anm. d. Red.) in die EU“, heißt es der Erklärung.

    Dabei wird in dem Dokument erwähnt, dass sich die Zahl der im vergangenen Jahr über das Mittelmeer nach Europa gekommenen Migranten wesentlich verringert habe. Dennoch seien über diese Route mehr als 181.000 Menschen in die europäischen Länder eingereist.

    In diesem Zusammenhang habe die EU einen Zehn-Punkte-Plan gegen die illegale Zuwanderung beschlossen. Vor allem die libysche Küstenwache soll schnellstens so ausgebildet und ausgerüstet werden, dass sie von Schleusern organisierte Reisen nach Europa verhindern könne.

    Europa durchlebt zurzeit die schwerste Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde vor allem durch etliche bewaffnete Konflikte und Wirtschaftsprobleme im Nahen Osten und in Nordafrika ausgelöst. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Anfang 2016 fast 303.000 Flüchtlinge auf dem Seeweg nach Europa gekommen. Im Februar 2016 war die Balkanroute geschlossen worden. Im Ergebnis wurden 60.000 Menschen in Griechenland blockiert.

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    Migranten, Malta, Mittelmeer, Europäische Union, Europa