14:53 25 Januar 2020
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    Die polnische Regierung hat die Aufnahme von zehn Waisenkindern aus dem syrischen Aleppo abgelehnt, wie der Radiosender „Zet“ am Freitag berichtet. Die Entscheidung begründete sie mit der aktuellen Lage in Syrien.

    Dem Radiosender zufolge hatten sich die Behörden des polnischen Zopot vor den Weihnachtsferien an die Premierministerin Beata Szydlo mit der Bitte gewandt, die Aufnahme von Kindern, deren Eltern in Syrien umgekommen waren, zu genehmigen. Am Donnerstag sei jedoch eine Absage von der Regierung gekommen.

    „Angesichts der aktuellen Lage in Aleppo und in Bezug auf die Sicherheit besteht keine Möglichkeit der Evakuierung aus dieser Stadt, die sich unter der Kontrolle der Regierungsarmee befindet, sowie aus den Gebieten, die unmittelbar vom Konflikt betroffen sind“, hieß es in der Erklärung aus Warschau.

    In der Erklärung werde zudem auf die Terrorgefahr für Polen hingewiesen, die mit den Schwierigkeiten bei der Identifizierung von Flüchtlingen verbunden sei. Deshalb sei der effektivste Weg, den Menschen in den Ländern vor Ort zu helfen, in denen sie Zuflucht gefunden hätten.

    Der Bürgermeister von Zopot, Jacek Karnowski, sagte gegenüber dem Radiosender, er wolle nun eine zeitweilige Aufenthaltsgenehmigung für fünf syrische Kinder durchsetzen, die Behandlung und Rehabilitierung bedürften.

     

     

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    Aufnahme, Waisenkinder, Flüchtling, Beata Szydło, Polen, Syrien