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    Moskau zu neuen US-Sanktionen gegen Iran und „haltlosen WSJ-Spekulationen“

    © AFP 2019 / ATTA KENARE
    Politik
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    Moskau bedauert laut Vizeaußenminister Sergej Rjabkow die Einführung neuer US-Sanktionen gegen den Iran und hält diese für ein „unangebrachtes Mittel“ zur Problemlösung. Zudem bezeichnete der Diplomat den jüngsten Artikel von „The Wall Street Journal“ (WSJ) über die russisch-iranischen Beziehungen als „haltlose Spekulationen“.

    „Wir bedauern, dass es dazu (zu den neuen Sanktionen – Anm. d. Red.) gekommen ist“, sagte Rjabkow gegenüber Journalisten am Montag. „Wir haben immer wiederholt, dass Sanktionen kein akzeptables und angebrachtes Instrument zur Lösung bestimmter Probleme sind.“

    Rjabkow sprach auch den jüngsten Artikel von „The Wall Street Journal“ an, in dem behauptet wird, die neue US-Administration suche derzeit nach Wegen, um zwischen Russland und dem Iran einen Keil zu treiben. Damit wolle Washington den Syrien-Konflikt beenden und den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (auch Daesh, IS) verstärken.

    „Es ist das Wall Street Journal, das einen Keil treiben will. Es ist nicht überraschend, dass WSJ und andere nichts anderes tun, als nach Anlässen für haltlose Spekulationen, grundlose Unterstellungen und Möglichkeiten zu suchen, die Atmosphäre in den Beziehungen zu vergiften“, so Rjabkow weiter. Russland habe daher auch eine „entsprechende Einstellung“ zu diesem Blatt.

    Wie der Diplomat weiter betonte, sieht Moskau keine Probleme in der Umsetzung des Atomabkommens mit Teheran und rechnet damit, dass auch die USA sich an das Dokument halten.

    „In diesem Bereich sehen wir keine Probleme. Wir unterstreichen nochmals, dass Raketenstarts unter Einsatz der Raketentechnologie keinen Verstoß gegen die Resolution des UN-Sicherheitsrates 2231 darstellen“, fügte Rjabkow hinzu. Diese Position habe Russland auch der US-Seite vermittelt.

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    Tags:
    Spekulationen, Sanktionen, Wall Street Journal, Sergej Rjabkow, Iran, USA, Russland