12:16 21 November 2019
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    Julia Timoschenko (Archivbild)

    Wie Washington zu Donbass-Meinung kam: Timoschenko enttarnt Trump

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    Politik
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    Kein Frieden im Donbass (2017) (211)
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    Die Chefin der ukrainischen Partei Batkiwschtschina (dt: Vaterland), Julia Timoschenko, hat den Bürgern des Landes versichert, dass der neue US-Staatschef Donald Trump über die Lage im Donbass Bescheid wisse und Kiew seine Unterstützung zugesagt habe.

    Bei ihrem Besuch in Washington soll Timoschenko nach eigenen Behauptungen das Glück gehabt haben, sich kurz mit hochrangigen Beamten aus der Trump-Administration zu treffen. „Ich habe gute Nachrichten: Der Präsident der Vereinigten Staaten ist sich absolut im Klaren darüber, was hier geschieht, und hat seine volle Unterstützung gegenüber der Ukraine zugesichert“, sagte die Ex-Regierungschefin in der Sendung „Swoboda slowa“ (dt: Redefreiheit) des TV-Senders ICTV.

    Timoschenko soll bei dem Treffen mit denjenigen Menschen, die die außenpolitische US-Strategie festlegen, um Hilfe, auch in Form von Waffen, gebeten haben, um „den Aggressor zu stoppen“, sowie die Wirtschaft im Rahmen einer gleichberechtigten Partnerschaft voranzubringen, versicherte die Politikerin weiter.

    Erst nach diesem Treffen mit einflussreichen US-Politikern, so Timoschenko weiter, soll die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, erklärt haben, dass die wegen der Krim gegen Russland verhängten Sanktionen nicht aufgehoben würden, solange Russland die Kontrolle über die Halbinsel nicht an Kiew übergegeben habe. Das soll genau dieses Treffen gewesen sein, das auch den Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, davon überzeugt habe, Haleys Auftritt als offizielle Position der Trump-Administration zu bezeichnen.

    Am Ende schlug Timoschenko vor, „eine Einheit“ von Diplomaten und Politikern in die EU und die USA zu entsenden, damit man dort „die Stimme der Ukraine hört“.

    In einem Interview mit dem TV-Sender Fox News hatte Trump zuvor erklärt, nicht genau zu wissen, was die „prorussischen Kräfte“, wie sie der Moderator Billy O’Reilly nannte, zu bedeuten hätten. „Wir wissen nicht genau, was das ist, diese ‚Pro-Kräfte‘“, so Trump. Es sei nicht klar, ob die Milizen im Donbass unkontrollierbar oder unkontrolliert seien. „Wir werden es herausfinden, ich wäre überrascht, aber wir werden sehen“, so der US-Präsident.

    Putin und Trump hatten am 28. Januar miteinander telefoniert. Wie der Pressedienst des Kremls mitteilte, kamen dabei auch „grundlegende Aspekte der Krise in der Ukraine“ zur Sprache – welche genau, wurde nicht konkretisiert. Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte daraufhin, dass die Vorfälle im Donbass nicht im Detail besprochen worden seien, hingegen aber sehr wohl die Notwendigkeit einer baldigen Regelung der Situation in der Südostukraine.

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