20:00 14 November 2019
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    Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer

    Peking-Washington: Tillerson verursachte großen Ärger wegen kleiner Inseln

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    Washington soll laut dem chinesischen Außenminister Wang Yi an die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und dessen „Ernte“ wie Kairoer und Potsdamer Erklärungen zurückdenken. Damit reagierte er auf die jüngste Erklärung seines US-Amtskollegen Rex Tillerson über die Streit-Inseln im Südchinesischen Meer.

    Bei einem Telefongespräch mit dem japanischen Außenminister Fumio Kishida hatte Tillerson zuvor gesagt, dass „die USA gegen jegliche einseitige Handlungen mit dem Ziel, der japanischen Administration auf den Senkaku-Inseln zu schaden, auftreten werden“, so CNN. Daraufhin warnte Peking, dass Tillersons Erklärungen „zu einer Instabilität in der Region führen können“.

    „Ich will unseren US-Kollegen einen Vorschlag machen – denkt an die Geschichte des Zweiten Weltkriegs zurück“, sagte Wang und betonte, dass seit dem Kriegsende bis heute nicht „so viel Zeit verging“.

    Die Kairoer Erklärung von 1943 und die Potsdamer Deklaration von 1945 sehen eindeutig vor, so der chinesische Außenminister, dass Japan die zuvor eroberten chinesische Territorien, darunter auch die Spratly-Inseln (Nánshā), an China zurückgeben müsse. 1946 sei die Souveränität dieser Inseln entsprechend der chinesischen Gesetzgebung mit US-Hilfe wiederhergestellt worden. „Später haben einige Nachbarländer einen Teil der Nánshā-Inseln jedoch illegal okkupiert, was dann zum so genannten Territorialstreit im Südchinesischen Meer führte“, erinnerte Wang.

    China halte an der Position fest, wonach die Streitigkeiten mittels eines direkten Dialogs und Konsultationen gelöst werden müssten, damit „die friedliche Beilegung der Frage auf Grundlage von historischen Daten und des internationalen Rechts“ stattfinde. „Diese Position wird sich in der Zukunft nicht ändern“, betonte der chinesische Minister.

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    Tags:
    Territorialstreit, illegal, Okkupation, Erklärung, Geschichte, Zweiter Weltkrieg, Rex Tillerson, Wang Yi, Japan, China, USA