14:01 21 Juli 2018
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    Migranten an der Grenze zu Ungarn

    Ungarn plant „Asyl-Gewahrsam“

    © REUTERS / Marko Djurica
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    Ungarn will künftig alle ankommenden Migranten festhalten, solange deren Asylanträge geprüft werden, wie Reuters unter Berufung auf den Fraktionschef der regierenden Fidesz-Partei, Lajos Kosa, meldet.

    Der Plan soll demnach Teil der legislativen Frühlingsagenda der Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban sein. Demnach dürfen sich die Migranten, deren Asylanträge nicht gleich zurückgewiesen und noch abgewickelt werden, dann nicht mehr frei in Ungarn bewegen. In dieser Zeit sollten sich die Migranten an der Staatsgrenze in sogenannten Hotspots und Flüchtlingscamps aufhalten.

    „Es wird zwei Optionen geben: Wenn sie gewisse Kriterien erfüllen, können sie festgenommen werden. Wenn nicht, werden wir einen Auffangpunkt einrichten, wo sie auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge warten müssen“, so Kosa.

    Laut Reuters kann diese Entscheidung für heftige Kritik der Menschenrechtler sorgen.

    Europa erlebt gegenwärtig die größte Migrationskrise seit Ende des Zweiten Weltkrieges, ausgelöst vor allem durch mehrere bewaffnete Konflikte und die Wirtschaftsprobleme in Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas.

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