17:56 28 März 2017
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    Russland: Amnesty International will Konflikt in Syrien erneut anheizen

    © REUTERS/ Omar Sanadiki
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    Russlands Außenministerium hat den jüngsten Bericht von Amnesty International über Massenhinrichtungen im Gefängnis Saidnaja bei Damaskus als Provokation bezeichnet.

    „Wir haben diesen Bericht gesehen. Hier stoßen wir auf eine weitere gezielte Provokation, deren Ziel es ist, Öl ins Feuer des nachlassenden internen Konflikts in Syrien zu gießen und die Leidenschaften wieder anzuheizen“, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa. Der Bericht solle außerdem die Syrer zu mehr gegenseitigem Hass anstacheln.

    Die Autoren des Berichts störe auch ihr eigenes Zugeständnis nicht, dass die astronomischen Opferzahlen aufgrund der Bekundungen von unbenannten Personen „arithmetisch gerechnet“ wurden.

    „Unserer Meinung nach sollte die Leitung der renommierten Menschenrechtsorganisation diese äußerst gefährlichen Fantasien ihrer libanesischen Niederlassung kritischer und verantwortungsvoller betrachten“, so Sacharowa.  

    Laut dem Bericht sind in Saidnaja zwischen 2011 und 2015 etwa 13.000 Personen ohne rechtsstaatliche Verfahren hingerichtet worden. Bei den meisten Getöteten habe es sich um Zivilisten gehandelt. Die Autoren des Reports erklärten ihrerseits, Informationen über Folter und das Erhängen von 84 Zeugen –Wachleuten, Administrationsmitarbeitern, Richtern, Anwälten und geflohenen Gefangenen – erhalten zu haben.

     

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    Tags:
    Zivilisten, Kritik, Provokation, Gefängnis, Hinrichtungen, Bericht, Amnesty International, Maria Sacharowa, Russland, Damaskus, Syrien
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    Alle Kommentare

    • Reichsbürger
      Da gebe ich Frau Sacharowa 100% Recht.
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      Gela-X
      Wenn sie noch eine Weile arithmetisieren sind sie bald bei sechs Millionen.
      Dann haben sie einen "syrischen Holocaust" und der "Hitler" lebt sogar noch.
      Ach diese "Gutmenschen"... ich habe vor vielen vielen Jahren als Schülerin mal für die gesammelt... Schande auf mein Haupt.
    • alfred
      Amnesty International ist nicht allein, erst gestern wurde genau diese Hetzkampagne über das ZDF verbreitet.
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      BuO
      Vielleicht möchte AI aber auch nur auf Menschenrechtsverletzungen hinweisen. Das machen die doch schon immer. Und nun wo Syrien aufgeflogen ist, wird gleich wieder etwa politisches vermutet. Sorry aber die russischen Reaktionen sind immer so herrlich vorhersagbar...
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      James10
      Hab schon lange nichts mehr von der Frittenbude in London gehört. Und den Weisshelmen, die immer schön brav selfies machen. Der Westen ist einfach nur noch billig. Wenn der Westen lügt, dann immer mit Merkel an vorderster Front.
    • Isnogud
      Wenn Nachrichtensprecher auf die Silbe genau im Chor ihre Fakenews vortragen, ist irgendetwas faul. War bei den Weisshelmen doch genauso. Ferner bedeutet wollen nicht können.
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      sophie.ostermannAntwort analfred(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      alfred, das unsere da mitmachen ist doch klar. Mir ist aber aufgefallen das der Entkommene der zwar nichts gesehen hat , es aber gehört hat sehr gut ausgesehen hat. Also sollte er wirklich dort gewesen sein, was ich sehr bezweifle, dann kann es nicht so schlimm gewesen sein
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      wastl
      Hoffentlich platzt Trump der Kragen mit diesen Vollversagern und Sorosspeichlleckern. Das weahre eine Schlagzeile. Trump wirft AMI und Konsorten aus den Staaten raus.
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      cv20c
      Amnesty International fordert, dass sich die Vereinten Nationen mit den Vorgängen im Gefängnis Saidnaja bei Damaskus beschäftigen.
      Mit Blick auf die Vergewaltigungen, Misshandlungen und Tötungen von Irakern, durch das Wachpersonal im US-Foltergefängnis Abu-Ghraib in Bagdad, hinterlässt die Forderung von Amnesty International allerdings einen Beigeschmack.
      Warum forderte Amnesty International nicht auch schon damals eine Untersuchung der US-Verbrechen durch die Vereinten Nationen?
      Was im US-Gefangenenlager Guantanamo mit den namenlosen Insassen, die wie Tiere in Käfigen gehalten werden, passiert, ist nicht einmal ansatzweise bekannt. Mit Blick auf die Foltermethoden im ehemaligen US-Foltergefängnis Abu-Ghraib und Donald Trumps Sympathien für derartige Methoden, kann man nur schaudernd vermuten was dort passiert.
      Amnesty International ist mindestens auf einem Auge blind.
    • sanpodon
      Was die Welt in Zukunft brauchen wird, sind Sanktionen gegen NGOs und Konzerne. Und Isolationshaft für Soros.
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