21:18 27 Juni 2017
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    Russland: Amnesty International will Konflikt in Syrien erneut anheizen

    © REUTERS/ Omar Sanadiki
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    Russlands Außenministerium hat den jüngsten Bericht von Amnesty International über Massenhinrichtungen im Gefängnis Saidnaja bei Damaskus als Provokation bezeichnet.

    „Wir haben diesen Bericht gesehen. Hier stoßen wir auf eine weitere gezielte Provokation, deren Ziel es ist, Öl ins Feuer des nachlassenden internen Konflikts in Syrien zu gießen und die Leidenschaften wieder anzuheizen“, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa. Der Bericht solle außerdem die Syrer zu mehr gegenseitigem Hass anstacheln.

    Die Autoren des Berichts störe auch ihr eigenes Zugeständnis nicht, dass die astronomischen Opferzahlen aufgrund der Bekundungen von unbenannten Personen „arithmetisch gerechnet“ wurden.

    „Unserer Meinung nach sollte die Leitung der renommierten Menschenrechtsorganisation diese äußerst gefährlichen Fantasien ihrer libanesischen Niederlassung kritischer und verantwortungsvoller betrachten“, so Sacharowa.  

    Laut dem Bericht sind in Saidnaja zwischen 2011 und 2015 etwa 13.000 Personen ohne rechtsstaatliche Verfahren hingerichtet worden. Bei den meisten Getöteten habe es sich um Zivilisten gehandelt. Die Autoren des Reports erklärten ihrerseits, Informationen über Folter und das Erhängen von 84 Zeugen –Wachleuten, Administrationsmitarbeitern, Richtern, Anwälten und geflohenen Gefangenen – erhalten zu haben.

     

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    Tags:
    Zivilisten, Kritik, Provokation, Gefängnis, Hinrichtungen, Bericht, Amnesty International, Maria Sacharowa, Russland, Damaskus, Syrien
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